Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Neuer Stadtteil soll in Greifswald für etwa 1000 Bürger wachsen
Vorpommern Usedom Neuer Stadtteil soll in Greifswald für etwa 1000 Bürger wachsen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 25.02.2016
Anzeige
Greifswald

Bauamtsleiter Thilo Kaiser ist begeistert. Die Mitglieder des Bauausschusses der Bürgerschaft in Greifswald können sich ein Hochhaus am Ryck vorstellen. So ein Gebäude würde Teil der geplanten Bebauung an der Hafenstraße zwischen der Straße An den Wurthen und dem Schwedenkontor sein.

Die Anregung für das Hochhaus kam von Bauausschussmitglied Ulrich Bittner (Grüne). „So etwas durften wir seit 25 Jahren nicht planen“, so Kaiser. Zuletzt wurde vor über vier Jahrzehnten über Hochhäuser am Ryck nachgedacht, um Akzente zu setzen. „Allerdings muss das dafür ausgewählte Grundstück mit einem Hochhaus bebaubar sein“, schränkte Kaiser ein. Vorgeschriebene Abstände müssten eingehalten werden.

Schon ein Siebengeschosser sei 25 Meter hoch. Höhere Gebäude sollen aber auf jedem Fall am Ryck stehen — „sechs Köpfe“, wie Planer Frank-Bertolt Raith vom Stralsunder Büro „raith herthelt fuß“verdeutlichte. Er kann sich gerade an der Hafenstraße neben Wohnungen Büros für Firmen, Gaststätten und anderes Gewerbe vorstellen. Laut Kaiser gibt es insbesondere für Büros schon Interessenten.

Richtung Süden soll Wohnen den Vorrang haben. Auch Reihenhäuser seien denkbar, so Raith. Zum Alten Friedhof ist ein breiterer Grünstreifen vorgesehen. Die Stadt will noch 2016 die Satzung für den zugehörigen Bebauungsplan 55 durch die Bürgerschaft beschließen lassen. Das Vorhaben stammt schon von 1995. Zuletzt sollte es das Berliner Petruswerk umsetzen, das aber die 1,5 Millionen Euro für sechs Hektar städtischer Fläche nicht bezahlte. Dabei ging es um 13 Hektar bis zur Marienstraße. Jetzt wird nur für das städtische Grundstück inklusive der Fläche von Rycky-Moden geplant, zusammen sieben Hektar. Die Stadt geht davon aus, dass sie Besitzer dieses Areals wird.

Über die Realisierung des B-Plans könnten etwa 540 neue Wohnungen und 530 Arbeitsplätze entstehen, erläuterte Raith. Anders gesagt, etwa 1000 Menschen können künftig in bester Lage am Wasser wohnen.

Diese Zahlen entsprechen der vom Bauausschuss bevorzugten Variante. Zwei lagen vor. Die Abgeordneten entschieden für die mit einer etwas dichteren Bebauung, 30 Prozent öffentliche Flächen bleiben.

Diese Verdichtung würde die Kosten reduzieren, um auch bezahlbaren Wohnraum in exklusiver Lage zu schaffen. Die neue Bauausschussvorsitzende Monique Wölk (SPD) würde ein Modellprojekt für nachhaltiges, ökologisches und soziales Wohnen freuen. Verträge mit Investoren mit Auflagen für die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums sieht Bausenator Jörg Hochheim (CDU) als Chance. Auch wegen des schwierigen Grundes ist Bauen hier nicht billig. „Wir stehen nach einem Meter im Wasser“, verdeutlichte Winfried Kremer, Leiter des Immobilienverwaltungsamts, die Schwierigkeiten. Gegenwärtig erfolgt auf dem Gelände die Altlastenbeseitigung. Tiefgaragen würden daher die Wohnungen sehr verteuern, so Kremer. Raith schlägt vor, das untere Geschoss abzusenken, um dort Parkraum zu schaffen.

Desto weniger Vorschriften für die Bebauung es gebe, desto preiswerter könne gebaut werden. Auch größere Häuser ermöglichten billigeren Wohnraum. Die aktuellen Planungen betreffen noch nicht die spätere architektonische Gestaltung.



Eckhard Oberdörfer

Unter der Überschrift „Hören und Verstehen — Musik hören auf der Klanghausgalerie“ lädt die Europäische Akademie der Heilenden Künste am Sonntag um 16 Uhr in das ...

25.02.2016

Der ehemalige Verwaltungschef Lutz Piehler ruft die Bevölkerung zur Beteiligung auf / Ausschuss soll gegründet werden

25.02.2016

Seit der Schließung des Wolgaster Amtsgerichts und dem Umzug der bis dahin in der Herzogstadt ansässigen Bediensteten nach Greifswald wurden in Wolgast keinerlei ...

25.02.2016