Spandowerhagen - Neuer gesunder Mischwald ist im Entstehen – OZ - Ostsee-Zeitung
Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Neuer gesunder Mischwald ist im Entstehen
Vorpommern Usedom Neuer gesunder Mischwald ist im Entstehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 24.10.2013
Förster Hubertus Peters erläuterte im Revier Spandowerhagen Ausgleichsmaßnahmen, die von den EWN bezahlt wurden. Fotos (2): cm
Förster Hubertus Peters erläuterte im Revier Spandowerhagen Ausgleichsmaßnahmen, die von den EWN bezahlt wurden. Fotos (2): cm
Anzeige
Spandowerhagen

Waldbilder einer nachhaltigen Forstwirtschaft im Forstamt Jägerhof schaute sich die Regionalgruppe Vorpommern des Forstvereins Mecklenburg-Vorpommern an. In den Revieren Spandowerhagen, Jägerhof und Hanshagen machten sich die 50 Teilnehmer mit Aufforstungs- und Walderhaltungsmaßnahmen vertraut. „Unsere vordringliche Aufgabe im 300. Jahr der Nachhaltigkeit ist es, den Wald wegen seiner Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion zu erhalten und zu mehren“, machte Forstamtsleiter Fred Lockenvitz deutlich.

Viele lobende Worte gab es im Revier Spandowerhagen nicht nur für die Arbeit des Revierförsters Hubertus Peters, sondern für das Engagement der Energiewerke Nord (EWN), die in dem Areal die Renaturierung und die Aufforstung zahlreiche Ausgleichsflächen mit einem gesunden Mischwald bezahlt haben bzw. bezahlen. „Unser Ziel, einen artenreichen Wald mit Flächen für freie natürliche Entwicklung heranzuziehen, wurde erreicht“, schätzt Lockenvitz ein.

Auch im Revier Jägerhof fanden Ersatzaufforstungen für einen Energielieferanten statt: Dort wurden artenreiche Laubholzbestände für die Energiewerke Baden-Württemberg angelegt, wie Revierförster Wolfgang Oehmichen erläuterte. EnBW hat auf dem EWN-Gelände Flächen für ein Gaskraftwerk erworben und muss deshalb Ersatzmaßnahmen durchführen.

Mit großem Interesse inspizierte der Forstverein den Pflanzgarten Jägerhof, einen der ältesten Versuchsgärten für den Anbau ausländischer Gehölze in Deutschland. Viele der Exkursionsteilnehmer, darunter Landesforst-Vorstand Sven Blomeyer, kannten das Gelände bisher nur vom Hörensagen. Der 1,5 Hektar große Pflanzgarten wurde 1841 von Oberförster Emil von Bernuth angelegt. Allerdings sind von den ehemals 55 angepflanzten Arten nur noch etwas mehr als zehn übrig. Dazu gehört auch die Esskastanie. Und die hatte es den Besuchern besonders angetan: Emsig scharten und suchten sie im dichten Laub auf der Erde nach den begehrten Früchten des Baumes.

Im Revier Hanshagen zeigte Revierförster Joachim Karls voller Stolz, wie Nadelholz- in Laubholzbestände überführt werden. Seit dem Jahr 2000 hat er dies auf einer Fläche von knapp zehn Hektar erreicht. Außerdem konnten sich die Teilnehmer davon überzeugen, wie üppig eine Kiefernsaat bei intensiver Pflege gedeihen kann.

Für Joachim Karls gab es am Ende inmitten seiner kleinen Kiefern noch eine besondere Überraschung: Forstdirektor Lockenvitz dankte ihm für seine 40-jährige ununterbrochene Tätigkeit als Revierförster in Hanshagen.

Cornelia Meerkatz

24.10.2013
24.10.2013