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Usedom Neues Wolgaster Pflegeheim: Bürger sollen mitreden
Vorpommern Usedom Neues Wolgaster Pflegeheim: Bürger sollen mitreden
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13:59 12.09.2019
So soll sich das für den Wolgaster Fischmarkt geplante Pflege- und Wohnheim dem Betrachter präsentieren. Quelle: MPP Meding Plan + Projekt GmbH
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Wolgast

In welcher Weise soll der Wolgaster Fischmarkt in Nachbarschaft der ASB-Kita „Brummkreisel“ künftig bebaut werden? Diese Frage bewegt die Wolgaster Stadtvertreter bereits seit längerer Zeit. Das aktuelle Konzept für das rund 7000 Quadratmeter große Areal, auf dem sich zur DDR-Zeit der Kreisbauhof befand, sieht die Errichtung eines Pflege- und Wohnheims vor. Geplant sind sechs dreigeschossige Häuser, die jeweils paarweise angeordnet und durch mit gläsernen Fassaden versehene Zwischenbauten miteinander verbunden sind.

Die Kompaktheit der projektierten Bauten auf einer der letzten freien Flächen entlang der Uferkante löste bei mehreren Parlamentariern Bedenken aus. Um das Vorhaben womöglich nicht schon von vornherein zu Fall zu bringen, wurde ein entsprechender Grundsatzbeschluss während der Stadtvertretersitzung am Mittwochabend ausgesetzt. Stattdessen, so schlug Bauausschussvorsitzender Christoph Eigbrecht (BfW) vor, sollen vor einer Entscheidung die Wolgaster Bürger mit der Planung vertraut gemacht und gemeinsam erörtert werden, ob das Heim in dieser Form an diesen Standort passt. Auch neue Ideen könnten vorgebracht werden.

Die Abgeordneten folgten Eigbrechts Empfehlung einstimmig. Ein Termin für die öffentliche Ausschusssitzung soll noch bekanntgegeben werden.

Beratungsbedarf gibt es auch zum geplanten Neubau einer Kindertagesstätte auf der freien Fläche hinter der Regionalschule „Heberlein“. Im Frühjahr 2018 hatte die Stadtvertretung dem Trägerwerk Soziale Dienste in MV den Zuschlag für den künftigen Betrieb der neuen Kita erteilt. „Bei den Verhandlungen mit dem Trägerwerk sind wir jetzt jedoch an einem schwierigen Punkt angekommen“, berichtete Ulrike Knoll, Leiterin des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung im Wolgaster Rathaus. Wichtige Fragen der Finanzierung des Vier-Millionen-Euro-Neubauvorhabens, das zu 50 Prozent aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) gefördert werden soll, hätten bislang nicht geklärt werden können.

Die Zeit dränge, da die Efre-Förderperiode 2022 ende, so Knoll. Die Fachbereichsleiterin schloss nicht aus, dass die Trägerschaft für die Kita neu ausgeschrieben oder dem damaligen Nachrücker, dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), nun eine Offerte unterbreitet wird. Die neue Kita soll als Ersatzneubau für die in die Jahre gekommene, in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße befindliche ASB-Kita „Friedrich Fröbel“ entstehen.

Von Tom Schröter

Der Sozial-, Sport- und Kulturausschuss und der Bau- und Wirtschaftsausschuss der Stadtvertretung sollen fortan öffentlich tagen. Mit dem Beschluss folgte das Parlament einem Vorstoß der AfD-Fraktion.

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