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Usedom Noch immer der Erste an der Spritze
Vorpommern Usedom Noch immer der Erste an der Spritze
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00:00 15.03.2013
Herbert Schumacher (3. v. l.), Vater des Jubilars, in den 1950er Jahren mit Brandsch�tzern aus Hohendorf in historischer Feuerwehrmontur.
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Hohendorf

Diesen Tag wird Hans Schumacher nicht so schnell vergessen: Als vor einigen Jahren der große Wolgaster Hafenspeicher ein Raub der Flammen wurde, da musste auch die Freiwillige Feuerwehr aus „seinem“ Hohendorf mit ran. „Vier Stunden habe ich ohne Unterbrechung an der Motorspritze gestanden und soviel Löschwasser gefördert wie niemals zuvor“, erinnert sich der Mittsechziger, Maschinist der Hohendorfer Wehr. Noch heute ist er, wenn zum Einsatz alarmiert wird, einer der ersten „an der Spritze“, denn täglich von 6 bis 18 Uhr hat er Bereitschaft, kümmert er sich wie schon seit vielen Jahren akribisch und nahezu liebevoll um die Einsatzbereitschaft der Technik.

Zu den zahlreichen Medaillen und Qualifizierungsabzeichen an seiner Uniformjacke gehört seit kurzem das Ehrenzeichen am Bande für 50-jährige Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr. Und wie es der Familientradition entspricht, hat Hans Schumacher seine gesamte bisherige Dienstzeit in der Wehr seines Heimatortes absolviert. Für den Schüler war es einst eine Selbstverständlichkeit, zu den ehrenamtlichen Brandschützern zu gehören, war doch der Vater ebenfalls Feuerwehrmann. So trat Hans Schumacher in die Jugendgruppe ein und fand aus ihr mit noch nicht mal 15 Jahren, im Januar 1963, den Weg in die Reihen der Aktiven.

Seine Laufbahn führte ihn über diverse Aus- und Weiterbildungen zum Maschinisten. Als solcher ist er noch heute eine der wichtigsten Stützen seiner Wehr. Und da er nicht vergessen hat, wie sein Weg begann, hat er sich später außerdem jahrelang intensiv mit um die Hohendorfer Jugendwehr gekümmert. Als Schumacher jetzt von seinen Kollegen, von Ortsvorsteher Hans-Jörg Knuth und vom Wolgaster Stadtvertreter Hans-Werner Lotz Glückwünsche zum Jubiläum und zur hohen Auszeichnung entgegennahm, war zugleich Gelegenheit, sich an einige Details dieser fünf Jahrzehnte im aktiven Feuerwehrdienst zu erinnern. So hat der Jubilar noch das alte Hohendorfer „Spritzenhaus“ gekannt, das bis in die 1960er Jahre — das neue Gerätehaus wurde 1967 eingeweiht — an der Kurve gegenüber dem Kirchberg stand.

Und er denkt noch gern an die enge und für beide Seiten stets wertvolle Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr im benachbarten Lassan zurück, die den Hohendorfern auch zu ihrem ersten Löschfahrzeug verhalf. „Es muss ein Wagen vom Typ ,Granit‘ gewesen sein“, glaubt Schumacher sich erinnern zu können.

Nach dem Tod des Vaters ist Hans Schumacher doch nicht der einzige aus der Familie, der die Tradition der Mitgliedschaft in der Feuerwehr hochhält. „Meine Frau ist auch schon seit 40 Jahren dabei, mein Bruder gehört zur Ehrenabteilung. Und auch ein Schwager ist Angehöriger der Feuerwehr“, berichtet er.

Meine Frau ist schon seit

40 Jahren dabei, und mein Bruder gehört zur Ehrenabteilung.“Hans Schumacher

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