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Usedom Flughafen Heringsdorf: Kreis übt Notfall
Vorpommern Usedom Flughafen Heringsdorf: Kreis übt Notfall
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11:36 31.03.2019
Der Landkreis Vorpommern-Greifswald übte auf dem Flughafen Heringsdorf eine Notlage. Flughafenpersonal und Feuerwehren müssen auf Luftnotlage reagieren. Quelle: Cornelia Meerkatz
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Zirchow

Dutzende Feuerwehrleute, Rettungssanitäter und Notärzte: Auf dem Flughafen Heringsdorf herrschte am Sonnabendvormittag um 10 Uhr der Ausnahmezustand. Am Rande der Landebahn stand ein qualmender Bus. Im Minutentakt trafen Feuerwehren aus der Umgebung und Retttungsfahrzeuge des DRK ein. Die Löscharbeiten begannen sofort ...

Zum Glück war alles nur eine Übung. Der Bus stellte ein qualmendes Flugzeug dar, aus dem zahlreiche schwerverletzte Personen nach einer Luftnotlage gerettet werden mussten. Ein riesiger brennender Berg von Tannenbäumen simulierte das brennende Flugzeugtriebwerk. Mitglieder des Kreisverbandes des Jugendrotkreuzes Ostvorpommern-Greifswald während täuschend echt geschminkt und stellten Verletzte dar. Im Einsatz waren neben der Flughafen-Feuerwehr auch die Wehren aus Zirchow, Kamminke, Garz, Benz, Ahlbeck, Dargen und Ulrichshorst sowie die Führungsgruppe Insel Usedom mit insgesamt 66 Kameraden. Vor Ort auf dem Rollfeld nahmen an der Übung noch das Kriseninterventionsteam des Landkreises, die Polizei, der Sanitätszug des Kreises und mehrere Rettungswagen, insgesamt noch einmal 50 Personen, teil.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald übt auf dem Flughafen Heringsdorf den Notfall (Luftnotlage). Die Einsatzkräfte werden bis an ihre Grenzen gefordert. Quelle: Tilo Wallrodt

Verletzte mit großer Authentizität gespielt

Feuerwehrfrau Gabriele Behn, die seit 25 Jahren in Zirchow zur Wehr gehört, passte auf, dass alle Fluggäste evakuiert wurden, einschließlich des „Piloten“ Holger Voß. Im wahren Leben ist der 31-Jährige Busfahrer bei der UBB. Besonders die Darsteller der Verletzten nahmen ihre Rolle sehr ernst und spielten mit großer Authentizität – schmerzerfüllte Gesichter, Hilferufe und Wehklagen waren im verqualmten Bus und während der Erstversorgung am Rollfeld an der Tagesordnung. Sie wurden dann mit Gepäckkarren zu den Rettungswagen gebracht. „Das haben wir so festgelegt, weil im Ernstfall kein Krankenwagen wegen des austretenden Kerosins bis an ein brennendes Flugzeug fahren könnte“, erläuterte Übungsleiter Mathias Kunicke von der Brandschutzdienststelle des Landkreises. Die Jüngsten vom Jugendrotkreuz waren so mit Eifer dabei, dass sie selbst auf den Elektrokarren sitzen blieben, als – unbeabsichtigter Weise – ein Schlauch platzte und sie pitschnass wurden.

Die Leitende Notärztin Dr. Camilla Metelmann war während der Übung die Frau der Zahlen: Sie begutachtete alle Passagiere des Flugzeuges und teilte sie, je nach Schwere der erlittenen Verletzung, in die Kategorien rot (Lebensgefahr / sofort Krankenhaus), gelb und grün für die Versorgung ein. Zeitgleich suchten die Rettungskräfte nach „Vermissten“, die durch Schock das brennende Flugzeug ziellos verlassen hatten und nun auf dem Rollfeld und dem Flughafengelände umherirrten.

Abgestimmtes Handeln der Rettungskräfte

Das Sachgebiet Brand- und Katastrophenschutz im Ordnungsamt der Kreisverwaltung übte damit zum wiederholten Mal einen Notfall auf dem Flughafen Heringsdorf und die Reaktion von Flughafenpersonal und Feuerwehren auf diese Luftnotlage. Einsatzleiter Marco Biedenweg, stellvertretender Amtswehrführer Usedom-Süd und Übungsleiter Mathias Kunicke vom Landkreis zeigten sich nach zweieinhalb Stunden sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen und dem abgestimmten Handeln der Rettungskräfte. Bis auf ganz wenige Kleinigkeiten, etwa eine sich nicht von selbst öffnende Tür, habe alles ausgezeichnet geklappt, lautete ihre Einschätzung.

Dutzende Rettungskräfte von Feuerwehr und DRK übten am Sonnabendvormittag auf dem Flughafen Heringsdorf den Notfall. Ein Flugzeugbrand wurde simuliert, bei dem Verletzte gerettet werden mussten.

Großübung alle fünf Jahre

Flughafenchef Dirk Zabel, die Vertreter des Kreisverbindungskommandos zur Bundeswehr, Oberstleutnant Wolfgang von Diest und Oberstleutnant Jens Holzhausen, beobachteten den Verlauf der Übung ebenso wie der Sozialdezernent des Landkreises, Dirk Scheer (parteilos), Heringsdorfs Bürgermeister Lars Petersen (CDU) und Vertreter der Bundespolizei vom Tower aus. „Es ist sehr wichtig, dass in einem solchen Notfall die Rettungskette reibungslos klappt“, sagt Zabel. „Wir führen solche großen Übungen auf dem Flughafen alle fünf Jahre durch und im Zweijahresrhythmus kleinere Übungen. Wir wollen im Notfall, der hoffentlich nie eintritt, umgehend helfen können“, ergänzte Übungsleiter Marco Biedenweg.

Cornelia Meerkatz

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