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Usedom Papierabfuhr wird teure Angelegenheit
Vorpommern Usedom Papierabfuhr wird teure Angelegenheit
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17:19 14.01.2019
Ein Mann füllt in Zinnowitz eine Mülltonne mit Pappe und Papier. Quelle: Hannes Ewert
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Vorpommern

Papier ist eine teure Angelegenheit – und zwar nicht nur in der Herstellung. Wenn es bedruckt und benutzt wurde, wird es entsorgt. Die Preise für diese Entsorgung steigen stetig – jedenfalls für Gewerbebetriebe. Für die privaten Haushalte ist die Papierentsorgung nach wie vor gebührenfrei. Doch für Unternehmen wird es teuer, denn neben dem vereinbarten Transportpreis steigen auch die Mautgebühren, die seit Sommer 2018 umgelegt werden dürfen.

Die Preise erhöhen alle großen Entsorger im Bereich Papier. Dazu gehören in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen die Alba Nord GmbH, Veolia und Nehlsen Stralsund. b Juli Mautgebühren erhoben worden. Sie betrugen für 240-Liter-Tonnen einen Euro pro Abholung. Ab diesem Jahr beträgt die umgelegte Mautgebühr (Netto) für Gewerbetreibende pro abgeholte 240- und 1100-Liter-Papiertonne bereits 1,80, für Frontumleerbehälter 4,80 Euro und für Abroll- und Umsetzcontainer sogar 7,50 Euro. Zeitgleich erhöht sich auch noch einmal die Gebühr bei Alba Nord selbst um stolze 10,5 Prozent. Da kommen für größere Betriebe monatlich schnell einige hundert Euro mehr an Kosten für die Papierabholung zusammen.

Lkw-Maut macht vieles teurer

Alba Nord begründet die Preiserhöhung zum einen mit Investitionen in effiziente Recyclingsstandorte, die von den Betreibern der Anlagen konsequent an die Entsorger weitergereicht würden. Und: „Im Bereich unserer Dienstleistungen für Gewerbekunden mussten wir unsere Preise erhöhen, um steigende Kosten auszugleichen. So mussten wir insbesondere die Lkw-Maut, aber auch gestiegene Lohnkosten und niedrige Erlöse aus dem Papierbereich in unsere Kostenkalkulation mit einbeziehen. Die genannten Beispiele betreffen private wie kommunale Entsorger, sodass sie üblicherweise ebenso in die kommunale Abfallgebührenkalkulation Eingang finden“, sagt Ralf Drexler, Geschäftsführer der Alba Nord GmbH.

Marco Druckrey vom Vertrieb des Entsorgers Nehlsen GmbH & Co. KG bestätigt die Aussage von Drexler. „Es gilt ab diesem Jahr eine neue Gewerbeabfallverordnung. Wir alle müssen dafür enorm investieren, um technisch dann auf dem neuesten Stand zu sein. Deshalb sind unsere Preise auch bei der Papierentsorgung drastisch gestiegen. Es handelt sich um Größenordnungen von 20 Euro pro Tonne, wobei wir die Mautumlegung nicht extra ausweisen. Sie ist in unseren Transportkosten mit enthalten“, erklärt Druckrey. Kostensteigerungen würden zudem anfallen, weil der Gesetzgeber weiterführende Maßnahmen fordert, um auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit und beim Schutz der natürlichen Ressourcen voranzukommen.

Im Kreis gilt beschlossene Gebührensatzung

Bei den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen sieht man das Ganze gelassener. „Wir können uns dazu nicht äußern, denn die Preiserhöhungen betreffen Aktivitäten privater Firmen auf dem freien Markt“, sagen Achim Froitzheim in Greifswald. Und Olaf Manzke in Stralsund ergänzt: „In den Kreisen gelten weiterhin die beschlossenen Gebührensatzungen. Etwaige Änderungen müssen durch die jeweiligen Kreistage erst beschlossen werden.“

Alle Entsorger sind sich einig, dass es ohne Kostensteigerung auch künftig nicht gehen wird. So mache sich das Fehlen von tausenden qualifizierten Berufskraftfahrern in der logistiknahen Branchen sehr deutlich bemerkbar und führe zu Kostenerhöhungen. Die Mautausweitung auf alle Bundesstraßen seit Juli vergangenen Jahres und dann noch einmal die Mauterhöhung ab 1. Januar dieses Jahres sorge für weitere Steigerungen, teilt Alba Nord seinen Kunden in einem Informationsschreiben mit. Das sei zwar für die Kunden eine weitere Belastung, aber viele Firmen zeigten auch Verständnis, da sie sich ähnlichen Problemen kämpfen.

Und letztlich bleibt Firmen, denen die Papierentsorgung zu teuer geworden ist, immer noch die Möglichkeit des Wechsels zu einem anderen Anbieter ...

Cornelia Meerkatz

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