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Usedom Dahlemann (SPD) im Lieper Winkel
Vorpommern Usedom Dahlemann (SPD) im Lieper Winkel
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17:37 29.04.2019
Marina Sundmacher und Klaus Kögler (l.) vom Heimatverein Lieper Winkel mit Staatssekretär Patrick Dahlemann. Quelle: Cornelia Meerkatz
Rankwitz

Einen ausgesprochen informativen und unterhaltsamen Abend erlebten interessierte Rankwitzer und Gäste beim Start ins Wochenende mit SPD-Politiker Patrick Dahlemann. Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern war einer Einladung des Heimatvereins Lieper Winkel gefolgt.

Der 30-Jährige, statt des obligatorischen edlen Zwirns salopp in Jeans und Rollkragenpullover, stand über zwei Stunden lang Rede und Antwort. Er berichtete von der Arbeit im Kabinett, den vielen Projekten, die er mit seinem Vorpommern-Fonds und den drei Millionen Euro darin unterstütze (übrigens auch mit einigen hundert Euro ein Projekt des Heimatvereins) und dass die Kiellegung der neuen Fregatte auf der Wolgaster Peene-Werft vor wenigen Tagen zu den schönsten Ereignissen der letzten Monate gehörte. „Die Lebensader einer Stadt nimmt wieder Fahrt auf“, freute er sich.

Viele Nachfragen gab es zu möglichen Verkehrslösungen für die Insel Usedom, zu den geplanten Ortsumgehungen von Wolgast und Zirchow sowie dem Aufbau der Karniner Brücke und einer schnellen Verbindung nach Berlin. Deutlich spürbar war der Unmut der Bürger über die aus ihrer Sicht ewig lange Planungsphase für derartige Projekte und die dann noch einmal folgende lange Bauzeit. Darüber würden sogar junge Politiker wie Dahlemann uralt, bis überhaupt ein Projekt fertiggestellt werde. Der Staatssekretär seinerseits zeigte Verständnis, mahnte Ausdauer an, wurde aber auch nicht müde zu erklären, warum eine gute Planung mehr Sicherheit für das Bauwerk und die Menschen bedeute.

Viel Zustimmung gab es für seine Forderung, die vielen kleinen Inselfürsten sollten endlich über den eigenen Tellerrand schauen. „Sie müssen nicht die eigene Identität aufgeben, die Insel muss nicht zwingend eine Gemeinde sein. Die Menschen lieben ihre kleine Orte. Aber Usedom muss mit einer Stimme sprechen, um wahr- und ernstgenommen zu werden“, forderte er.

Auch auf den privaten Patrick Dahlemann konnte an diesem Abend ein kurzer Blick geworfen werden: Er sei verheiratet mit einer bildhübschen Schwäbin, die ihn unterstütze, und mit dem Schwiegervater nicht immer einer Meinung. Aber definitiv wolle er auch in einigen Jahren ganz sicher noch „im Politikgeschäft aktiv und ein Macher sein.“ Dafür gab’s in Rankwitz Applaus, eine Führung durch das Heimatmuseum – und zur Stärkung selbstgemachten süßen Fruchtaufstrich vom Heimatverein.

Cornelia Meerkatz

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