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Usedom Peenemünde plant Haus des Gastes
Vorpommern Usedom Peenemünde plant Haus des Gastes
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14:51 22.02.2019
So könnte das neue Haus des Gastes am Peenemünder Hafen aussehen. Quelle: Kim Nalleweg Architekten
Peenemünde

27 : 14 : 3 : 1 – das könnte die Erfolgsformel für die Peenemünder werden, die am Hafen ein schmuckes Haus des Gastes planen. 27 Architekturbüros aus Deutschland und der Schweiz hatten sich für den Architektenwettbewerb beworben, den die Kommune im Oktober 2018 ausgelobt hat. Aus 14 eingereichten Entwürfen wurden nun im Kinosaal des Historisch-Technischen Museums (HTM) drei Preisträger bestimmt, mit denen die Gemeinde jetzt verhandelt, um das Büro zu finden, was letztendlich das Millionen-Projekt umsetzt.

13 000 Euro gab es für das Berliner Büro „Kim Nalleweg Architekten“, das vom Preisgericht auf den ersten Platz gesetzt wurde. „Das Haus des Gastes soll ein dynamisches Zeichen für die Hafenkulisse sein. Strahlend, aus weiß glasierten Ziegeln, beschichtetem Aluminium und neutralem Glas – eine Art Papierschiffchen am Hafen“, sagt Max Julius Nalleweg bei der Präsentation. Die Jury fand, dass das Büro ein Haus des Gastes entworfen hat, das mit seiner Gestaltung und Innenraumqualität und Voraussetzung für eine wirtschaftliche Realisierbarkeit der Erwartungshaltung der Kommune und des HTM sehr nahe kommt.

Im Haus des Gastes sollen der Besuchereingang für das HTM mit Shop- und Kassenbereich, ein Bürgermeisterbüro, eine Touristinformation sowie ein Veranstaltungsraum integriert werden. Das zweitplatzierte Büro „sLandArt“ aus Chemnitz bekommt 8000 Euro Preisgeld, Dritter wurde die Berliner Firma „rundzwei“, die 5000 Euro erhält. Zwei weitere Entwürfe wurden mit Anerkennungen (jeweils 3500 Euro) ausgezeichnet.

„Bei der Betrachtung ging es auch um die Wirtschaftlichkeit und Folgekosten“, sagt Kerstin Teske, Verwaltungschefin des Nordamtes. Sie gehörte wie Peenemündes Bürgermeister Rainer Barthelmes, mehreren Architekten, Stadtplanern sowie Mitarbeitern des Amtes dem Preisgericht an, das die Arbeiten bewertete. „Rund acht Stunden haben wir gesessen und diskutiert. Drei Wertungsrunden gab es, ehe noch fünf Entwürfe übrig waren“, sagt Barthelmes.

Die beiden Arbeiten hinter dem Gewinner setzen ebenfalls auf viel Transparenz. „Wir wollten ein kompaktes Bauwerk als Gegenstück zum Kraftwerk planen. Von unserem Gebäude soll es über einen Steg ins Museum gehen“, erläutert Rico Sprenger, Architekt vom Chemnitzer Büro „sLandArt“. „Das soll ein Hingucker auf der Hafenpromenade werden. Wir haben die Dachflächen begehbar gestaltet“, meint Marc Dufour-Feronce von „rundzwei“ zu seinem Projekt.

Für den Zweitplatzierten heißt es von der Jury: „Die Stärke des Entwurfes liegt auch in seiner skulpturalen Architekturausformung.“ Für den Drittplatzierten lautete das Urteil: „Die Struktur und Geometrie des Neubaus korrespondiert zur Architektur des HTM. Gebäudeproportion und -öffnungen wirken architektonisch gelungen.“ Betreut wurde der Planungswettbewerb vom Neubrandenburger Architekten Egon Zühlke.

Weil der Bau zu den Schlüsselprojekten des Regionalen Entwicklungskonzeptes 2020 der Gemeinde Peenemünde zählt, hatte das Land den Architektenwettbewerb empfohlen. Und weil allein das Architektenhonorar bei geschätzten 220 000 Euro liegt, musste der Planungsauftrag europaweit ausgeschrieben werden. Die geschätzten Baukosten liegen bei knapp zwei Millionen Euro. „Wir hoffen, dass das Projekt großzügig vom Land gefördert wird“, sagt Kerstin Teske. Der geplante Bauzeitraum liegt zwischen 2020 bis 2021.

Mit den drei Siegerentwürfen setzt sich nun die Peenemünder Gemeindevertretung auseinander. Zunächst aber müssen die Büros noch ihre Hausaufgaben erledigen – Kostenaufstellung und Honorarwünsche. „Wir wollen möglichst noch vor der Kommunalwahl eine Entscheidung treffen, welches Büro den Zuschlag bekommt“, so Barthelmes.

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