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Usedom Peenemünder Experiment „Kopf auf dem Tablett“ geht nach Äthiopien
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Peenemünder Experiment „Kopf auf dem Tablett“ geht nach Äthiopien

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07:00 14.02.2020
Karlshagens Kinderkurdirektorin Amelie Pazer testet in der Kurverwaltung die neue Seifentonne von der Phänomenta. Quelle: Henrik Nitzsche
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Peenemünde/Karlshagen

Exponate der Peenemünder Phänomenta werden zum Exportschlager: Ein Nagelbrett, das vom eigenen Körper einen 3D-Abdruck hinterlässt, wird bald am Horn von Afrika für Belustigung sorgen. Auch der „Kopf auf dem Silbertablett“ wird für Staunen sorgen. Er funktioniert so: Durch die angebrachten Spiegel unterhalb des Tisches wirkt es so, als gäbe es unter diesem einen Leerraum. Die umliegenden Wände spiegeln sich unter dem Tisch und man sieht nur den Kopf der Person dahinter auf dem Tablett. Mit dem „Ball im Luftstrom“ ist ein weiteres Exponat vom Inselnorden im Januar per Containerschiff in die Hauptstadt Äthiopiens, Addis Abeba, gebracht worden. Die physikalischen Phänomene made Peenemünde sollen im neuen Science-Center in der Hauptstadt des afrikanischen Landes präsentiert werden. „Der Kontakt kam über das Goethe-Institut zustande“, sagt Daniel Jarackas, Chef der Phänomenta in Peenemünde.

110 Exponate gibt es mittlerweile im Online-Shop der Phänomenta. „Zu Jahresbeginn haben wir ihn fertiggestellt“, so Jarackas, der mit seiner Firma dj edutainment GmbH & Co. KG neben dem Museum in Peenemünde weitere museale Einrichtungen in Carolinensiel an der Nordsee, in Essen und Büsum betreibt. Für 3900 Euro gibt es den „Kopf auf dem Silbertablett“, das Nagelbrett kostet 6500 Euro.

Während eine Bestellung aus Afrika noch immer die Ausnahme ist, geht der Handel mit der Physik in Europa gut, wie Jarackas versichert. Mehrere Wanderausstellungen in der Schweiz beinhalten bereits Produkte aus der Usedomer Tüftlerschmiede. Ein Chemiekonzern habe mehrere Exponate bestellt, aus Graz kam auch eine Bestellung. „Vermehrt kommen auch Anfragen von Einkaufszentren“, so der Phänomenta-Chef. Er will Peenemünde als Produktionsstandort ausbauen. Weil in der Werkstatt in dem alten NVA-Gebäude (Phänomenta) gegenüber dem Historisch-Technischen Museum (HTM) kaum noch Platz ist, sucht er nach weiteren Flächen im Ort.

Dass der Transport eines Exponates auch mal mit wenig Aufwand verbunden ist, zeigt die Kooperation der Phänomenta mit dem Eigenbetrieb Karlshagen. Dort steht nun ein Metallbehälter mit einer Wanne und einem Ring aus Edelstahl. Seifenblasen heißt das Exponat, das künftig bei Festen im Ostseebad für riesige XXL-Seifenblasen sorgen wird. „Wir sind ein familienfreundlicher Ort mit einer Kinderkurdirektorin, da passt die Seifentonne genau zu uns“, sagt Karlshagens Kurdirektorin Silvia-Beate Jasmand und freut sich über die Schenkung. Sie schwärmt von den großen Veranstaltungen im Ostseebad, die bis zu 1000 Kinder anziehen. „1000 Kinder“, staunt Jarackas. „Da reicht doch eine Seifentonne gar nicht. In zwei Wochen bekommt ihr noch eine“, verspricht er.

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Von Henrik Nitzsche

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