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Usedom Pollerstreit vor Heringsdorfer Eisbahn
Vorpommern Usedom Pollerstreit vor Heringsdorfer Eisbahn
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17:24 28.11.2019
Stößt bei vielen auf Unverständnis: Der Poller an der Heringsdorfer Delbrückstraße lässt keine Zufahrt zur Promenade zu. Von hier kamen Besucher mit dem Pkw zur Eisbahn. Quelle: Henrik Nitzsche
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Heringsdorf

Seit gut einer Woche herrscht dicke Luft an der Heringsdorfer Eisbahn. „Der Poller ist seit vergangenem Donnerstag während der Öffnungszeiten oben. Damit kommen die Besucher mit dem Auto nicht mehr an die Bahn, wo sie sonst auch parken konnten. Das geht gar nicht“, sagt Ronald Richter, Vorsitzender des Roll- und Eishockeyvereins Insel Usedom, verärgert. Der Verein betreibt auch in dieser Saison die Eisarena an der Heringsdorfer Promenade, die bis 8. März 2020 in Betrieb sein soll. „Wir haben zahlreiche Beschwerden, hauptsächlich von Eltern, die ihre Kinder nun im Dunkeln von der Straße über die Promenade bis zur Eisbahn laufen lassen müssen“, sagt Richter.

Er habe sich umgehend in der Verwaltung in Ahlbeck beschwert. „Fünf Jahre hat es funktioniert, warum plötzlich jetzt nicht mehr“, so Richter. Auf Unverständnis stößt die Regelung auch bei Gemeindevertreter Sebastian Antczak (CDU). „Ich finde diese Durchführung mit den Poller verwerflich. Ich hätte es ja noch verstanden, wenn man vor der Eröffnung der Eisbahn die Betroffenen darüber informiert hätte. Dann hätte man Zeit gehabt für eine Lösung. Aber diesen Zeitpunkt zu wählen, finde ich unpassend, provozierend, wenn nicht sogar schädigend. Ich habe bereits einen Antrag an die Verwaltung gestellt, den Poller unverzüglich wieder zu öffnen. Das Thema wird in der nächsten Gemeindevertretersitzung eine Rolle spielen.“

Mit der Schließung des Pollers müssen die Gäste der Eisbahn auf die Parkplätze in der Umgebung ausweichen. Stellflächen gibt es auf dem Parkplatz EKZ, dem Parkhaus oder gegenüber der Sparkasse. Von dort müssen die Kinder mit ihrer Ausrüstung zum Training auf die Eisbahn laufen. „Problematisch ist es nun für Gäste aus Polen, die die Parkplätze kaum kennen“, so Richter. „Unsere Vereine gehören unterstützt und die Wege der Kinder sollten in der dunklen Jahreszeit so sicher wie möglich sein“, legt Antczak nach.

Heringsdorfs Bürgermeisterin Laura Isabelle Marisken begründet die Maßnahme so: „Ich verstehe das Anliegen der Nutzer der Eisbahn wirklich gut. Niemand möchte lange Fußwege gegebenenfalls noch mit viel Gepäck auf sich nehmen müssen. Aber ab dem Poller ist eine Fußgängerzone ausgewiesen. Warum wir das beachten müssen? Es ist uns als Gemeinde schlichtweg nicht erlaubt, die Straßenverkehrsordnung zu ignorieren und gegen geltendes Recht zu verstoßen. Nach StVO Zeichen 242.1 ist das Befahren gesetzlich verboten zum Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer – also der Fußgänger.“

Bei Facebook wird ausgiebig über die „Polleraktion“ an der Promenade diskutiert. Jahrelang sei nichts passiert, andere spekulieren, dass damit die Besucherzahlen zurückgehen könnten und sich das Thema Eisbahn irgendwann erledigt habe. Seit Jahren sucht die Gemeinde eine Lösung. Der Roll- und Eissportverein Insel Usedom würde zu gerne eine Eishalle haben. Seitdem wurden Standorte gesucht. Eine Option war der Bau einer Eissportanlage auf dem Areal der Ostseetherme. Im März 2017 hatte eine Mehrheit der Heringsdorfer Gemeindevertreter den Grenzparkplatz in Ahlbeck für den Bau einer überdachten Eissportanlage favorisiert.

Beschluss zur Eissporthalle

Wunsch nach einer Eishalle

Von Henrik Nitzsche

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