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Usedom Kita-Anbau und Schloss-Umbau
Vorpommern Usedom Kita-Anbau und Schloss-Umbau
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15:57 04.09.2019
Das Erdgeschoss des Schlosses Pudagla soll umgebaut werden. Quelle: Henrik Nitzsche
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Pudagla

Die Gemeinde Pudagla will mit rund einer Million Euro zwei Schwergewichte ihrer kommunalen Infrastruktur modernisieren. Rund 800 000 Euro sind eingeplant für die Erweiterung der Kindertagesstätte „Kückenhorst“, rund 200 000 Euro sollen in den Umbau und die Sanierung des Erdgeschosses im Schloss Pudagla fließen. Damit es für beide Maßnahmen Fördermittel gibt, haben die Gemeindevertreter am Montagabend mit den jeweiligen Beschlüssen den Weg frei gemacht. Für beide Vorhaben sind die Eigenmittel vorhanden, wie Pudaglas Bürgermeister Fred Fischer betont.

Mit der Kita-Erweiterung – das bestehende Gebäude soll auf der rechten Seite einen Anbau bekommen – erhofft sich Kita-Chef Erik Peters eine „Qualitätsverbesserung. Wir wollen den Krippenbereich ins Erdgeschoss des Anbaus ausgliedern“, sagt Peters. 44 Kinder werden derzeit von fünf Mitarbeitern in der Einrichtung des Elternvereins Kückenhorst betreut. Im Obergeschoss des Erweiterungsbaus sind ein Hortraum, Hausaufgabenraum sowie ein Abstellraum für Schulmaterial geplant. „Dadurch bekommen wir Platz im Haupthaus für einen zusätzlichen Schlafraum“, ergänzt Peters.

90-prozentige Förderung erhofft

Vor 2021 dürfte mit den Bauarbeiten allerdings nicht zu rechnen sein, wie Julia Renz vom Bauamt Usedom Süd betont. Nach dem Beschluss der Gemeindevertretung soll das Anklamer Büro Neuhaus & Partner die Planung vorantreiben. „Im August 2020 wollen wir dann den Fördermittelantrag für den Erweiterungsbau stellen“, sagt Julia Renz. Sie rechnet mit einer 90-prozentigen Förderung.

Schneller soll es dagegen mit dem örtlichen Schloss gehen. Laut Bürgermeister soll im Erdgeschoss ein früher als Wohnung genutzter Bereich umgebaut werden. „Dort wollen wir ein Gemeindezentrum installieren“, kündigt Fred Fischer an. Ein Raum sei bereits als kleines Heimatmuseum hergerichtet. Dazu kommen soll eine Schlossausstellung, da die eigene Historie des ehemaligen Schlosses der Herzöge Pommerns bislang noch nicht beleuchtet wird.

Kreuzgewölberaum wieder sichtbar machen

Der geplante Umbau beinhalte auch die Öffnung des alten Eingangsportals. „Wir wollen den Kreuzgewölberaum wieder sichtbar machen“, sagt Fischer. Für den Schloss-Umbau hofft die Kommune auf Mittel aus der Leader-Förderung. Die Projektidee soll bei der Erarbeitung der neuen Leader-Strategie angemeldet werden. „Im September wird die Lokale Aktionsgruppe ,Vorpommersche Küste’ ein Ranking erstellen und beraten, welches Projekt gefördert wird. Ich hoffe, dass Pudagla dabei ist“, sagt Julia Renz.

Seit gut sechs Jahren sind Charlie Eitner und seine Frau Janine Göldner die neuen Schlossherren. Sie haben das Gebäude gepachtet und organisieren seitdem dort Konzerte und Ausstellungen. Das im Schloss befindliche Café „Die Bernsteinhexe“ ist benannt nach der im Roman „Die Bernsteinhexe Maria Schweidler“ vorkommenden Pfarrerstochter.

Der eher schlichte Zweigeschosser wurde 1574 nach Abriss des Klosters von Herzog Ernst Ludwig auf den Kreuzgewölbekeller des ehemaligen Klosters gebaut. Er diente der Herzogin Marie von Sachsen und Pommern-Wolgast als Wohnsitz. In DDR-Zeiten war es eine Dorfgaststätte.

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