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Usedom Radeln auf den Spuren von europäischen Projekten
Vorpommern Usedom Radeln auf den Spuren von europäischen Projekten
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00:00 20.09.2018
Die letzte Etappe der fünftägigen Radtour führte auf die Europapromenade an der deutsch-polnischen Grenze. FOTOS (3): HENRIK NITZSCHE
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Ahlbeck

Nach 110 Kilometern auf dem Rad hatten sie sich das verdient. Eine Kürbis Ingwer Suppe, Spieße mit Matjes und Apfel sowie pommerschen Schinken und Honigmelone.

„Tour de Interreg“ führt von Zittau nach Ahlbeck / Empfang am Grenzstreifen

André Domke sorgte für die Speisen, ein polnisches Hotel servierte die Getränke. Das grenzüberschreitende Catering passte zum Anlass: Knapp 60 Deutsche und Polen waren fünf Tage lang mit dem Rad in der Grenzregion unterwegs, um sich Projekte anzuschauen, die in der Euroregion Pomerania über das Interreg-Programm gefördert wurden. Am Freitag starteten sie in Zittau, am Dienstagabend endete die Tour an der deutsch-polnischen Grenze zwischen Ahlbeck und Swinemünde. „Sie befinden sich hier auf der Europapromenade, der längsten Promenade in Europa zwischen zwei Ländern“, sagte Heringsdorfs Bürgermeister Lars Petersen bei der Begrüßung. Er begleitete die Teilnehmer mit Kurdirektor Thomas Heilmann auf dem Rad von der Fähre in Swinemünde bis zur Grenze. Die Promenade wurde vor rund sieben Jahren eröffnet und zu großen Teilen mit Mitteln des Europäischen Fonds finanziert. „Die Europapromenade ist ein Vorzeigeprojekt in der Interreg-Förderung“, sagt Ceran Patrycjusz vom Gemeinsamen Sekretariat Interreg in Löcknitz. Er hatte die Idee der „Tour de Interreg“, die er bewusst in die „Europäische Woche der Mobilität“ gelegt hat. „Wir wollten damit aufzeigen, welch großes Potenzial wir hier in der Grenzregion haben.“ Begleitet wurde er in den fünf Tagen auf den knapp 600 Kilometern von „Menschen, die gerne mit dem Fahrrad unterwegs sind“, so Patrycjusz, der von Zittau über Görlitz, Guben, Kostrzyn, Stettin und Swinemünde unterwegs war. Bei den von Interreg geförderten Projekten, die bei der Tour besichtigt wurden, handelte es sich um Vorhaben im Bereich Bildung, Kultur, Wirtschaft und Infrastruktur. „Wir haben Schulen besucht, Marinas und Brücken besichtigt und stehen jetzt hier auf der Europapromenade“, so der Interreg-Mitarbeiter, der sich wie alle anderen Teilnehmer wie Sieger fühlen durften. Am Grenzstreifen gab es für alle eine Goldmedaille – auch für den Heringsdorfer Bürgermeister und Swinemündes Stadtoberhaupt Janusz Zmurkiewicz. Letzterer betonte die Freundschaft zur deutschen Nachbarkommune und sprach von Partnern, die bei der Realisierung von millionenschweren EU-Projekten in der Region Pomerania nötig sind. Wie beispielsweise den Bau des Swinetunnels – am Montag wurden die Verträge für den 1,8 Kilometer langen Tunnel unterzeichnet. Die Bauzeit wird auf knapp vier Jahre veranschlagt, Anfang 2019 soll es losgehen. Rund 85 Prozent der mit über 200 Millionen Euro bezifferten Gesamtkosten sollen von der EU getragen werden.

Für das Interreg-Programm M-V/Brandenburg/Polen sind laut Ceran Patrycjusz in diesem Jahr vom sogenannten Begleitausschuss 126 Millionen Euro für Projekte vorgesehen. Im Bereich Natur und Kultur sollen zehn Projekte mit rund 22 Millionen Euro, in der Bildung sechs Vorhaben mit 10 Millionen Euro und ein Verkehrsprojekt mit rund 13 Millionen Euro unterstützt werden.

Die „Tour de Interreg“ soll es auch im nächsten Jahr wieder geben, so Ceran Patrycjusz.

Henrik Nitzsche

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