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Usedom Räder, Ringe, Rasierer: ... und zum Dritten, verkauft!
Vorpommern Usedom Räder, Ringe, Rasierer: ... und zum Dritten, verkauft!
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00:00 29.05.2017
Auch dieses Rad – von Marcus Strömich präsentiert – fand einen Abnehmer.
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Ahlbeck

„Brauchst du einen Multicar?“ Diese Frage stellte sich so mancher beim Blick auf den Katalog der kommunalen Versteigerung. Gleich zwei orangefarbene Gefährte der Gemeinde standen auf der Liste – Mindestgebot 2500 Euro. Diese Summe war aber die Ausnahme unter den 111 angebotenen Fundsachen, die sich in den vergangenen Monaten in den Ämtern Nord und Süd sowie in der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf angesammelt hatten.

Kommunale Versteigerung in Ahlbeck bringt Erlös von 8500 Euro

Die meisten Artikel gab es schon für einen Euro bei der Auktion am Sonnabend auf dem Ahlbecker Sportplatz. Da wurde die Stranddecke mit einem Herrenrad kombiniert, zum Mountainbike gab es einen Fotoapparat – für zehn Euro oder etwas mehr. Die meisten Bieterduelle entbrannten bei den Ringen, die in Gold und Silber unter den Hammer kamen. Von fünf ging es da schnell auf 50 bis 70 Euro hoch.

Ein Set mit acht Ringen, darunter mehrere Eheringe – wer verliert so etwas? – fand sogar für 230 Euro einen Abnehmer.

Mit einem Rad für die Tochter wollte eigentlich der Wolgaster Mathias Jahnke aus dem Zelt gehen, letztendlich gab es für ihn obendrauf noch ein Herrenrad, eine Herrenuhr und einen Ring. „Das waren alles Spontankäufe“, sagt der 39-jährige gebürtige Bansiner, der für alles zusammen nicht mal 50 Euro bezahlt hat.

Vom Gesamterlös in Höhe von rund 8500 Euro, für den Heringsdorfs Bürgermeister Lars Petersen, Südamtsvorsteher Karl-Heinz Schröder und sein Kollege vom Nordamt, Christian Höhn, den Hammer schwangen, kommen 3000 Euro Vereinen aus den drei Ämtern zugute.

Dass so eine Auktion auch mit Tränen startet, musste die Ückeritzerin Christina Hink erleben. Ihr Junior Leonard (4) erblickte bei der Vorbesichtigung eine nagelneue Modelleisenbahn von Märklin.

„Gleich kaufen konnte ich sie ja nicht. Das hat Leonard aber nicht verstanden“, sagt die Mama. Sie bot anschließend mit – von 20 ging es auf 45 Euro. Die Ückeritzerin bekam den Zuschlag. „Mehr als 50 Euro wollte ich nicht ausgeben.“

Alles richtig gemacht.

Das konnte man auch dem Bieter bescheinigen, der für 90 Euro ein Beauty-Überraschungspaket ersteigerte. Inhalt: zwei elektronische Hornhautentferner, zweimal Oral-B-Aufsätze, vier Zahnbürsten, Socken, Boxershorts, sieben Rasierer, zwölf Mal Activ-Sohlen, zweimal Nagelöl, zwei Nagelpflegesets, ein Herren-Parfüm, vier Frauen-Parfüms (alles original verpackt). Glückwunsch für das Schnäppchen.

Sogar das Paket mit vier Straßenschildern (Klenzestraße, Kulmstraße, zweimal Breitscheid-Straße), einem Rasenmäher, Kerbsäge, Schraubstock und Zimmermannssägen wurde versteigert. Und einer brauchte dann doch einen Multicar – der ging für 4100 Euro weg.

Henrik Nitzsche

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