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Usedom Usedom strebt einheitliche Pfandbecher an
Vorpommern Usedom Usedom strebt einheitliche Pfandbecher an
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10:45 23.01.2019
Anna Bergmann von der Firma „Recup“ präsentierte die Kaffeebecher am Montag im Haus des Gastes von Zinnowitz. Quelle: Hannes Ewert
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Zinnowitz

Rostock sagt „Ahoi“, auf der Nordseeinsel Sylt ruft man „Moin“ und in Ludwigsburg reicht ein einfaches „Hallo“, um sich zu grüßen. Dieser Spruch steht seit geraumer Zeit auf sogenannten „Recup“-Bechern. Nun könnte es bald einen umweltfreundlichen Becher mit Usedoms Schriftzug geben. Aber nur, wenn man sich auf der Insel einig wird. Am Montagnachmittag gab es dazu eine Runde mit einflussreichen Touristikern der Insel. Doch Einigkeit herrschte noch lange nicht.

Gastgeber und Zinnowitzer Bürgermeister Peter Usemann betonte in seinem Grußwort, dass er eine flächendeckende Insellösung bevorzugt, in der nicht nur der Umweltgedanke im Vordergrund steht, sondern auch das Marketing für die Insel Usedom. Denn sollte es in einer Region 30 Partner geben und jemanden, der die Anschaffung der Becher finanziert, läuft es relativ problemlos ab. Das Unternehmen „Recup“ hat in deutschen Ballungszentren großen Erfolg mit den Bechern.

Wie Anna Bergmann von „Recup“ berichtet, werden pro Jahr 2,8 Milliarden Kaffeebecher verbraucht, die nur eine Lebenszeit von oft mehreren Minuten haben. Sowohl die Herstellung als auch die Entsorgung sind oft sehr schwierig. Zum anderen laufen die Papierkörbe in den Orten regelmäßig über, weil zu viele Einwegbecher verbraucht werden. Vorteil des Pfandsystem ist es, dass die Becher bis zu 1000 Spülungen überstehen und danach gegen neue Becher eingetauscht werden können. Der Partner zahlt lediglich eine Systemgebühr von einem Euro pro Tag.

Nadine Riethdorf, Vorsitzende des Tourismusverbandes und Kur-Chefin in Koserow, sieht gerne eine inselweite Lösung. „Um das Müllproblem in den Orten zu großen Festen in den Griff zu bekommen, nehmen unsere Händler 50 Cent pro Einwegbecher. Wir arbeiten in den Bernsteinbädern – allerdings unabhängig von Recup – an eigenen Bechern mit einem eigenen Logo. Die sind für Bier, Cola und andere Säfte vorgesehen und nicht für Kaffee.

Heringsdorfs Bürgermeister Lars Petersen fragte nach, ob es auch eine Kaiserbäder-Edition geben könnte. 30 Partner würden sich seiner Meinung zwischen Ahlbeck und Bansin schnell zusammenfinden. Er erntete von seinen Kollegen und anderen Entscheidungsträgern im Raum nicht nur Zustimmung. „Wir arbeiten an einer inselweiten, einheitlichen Lösung“, so Nadine Riethdorf.

In Sachen „Recup“ zieht die Usedom Tourismus GmbH die Fäden auf der Insel zusammen. „Unsere Kontaktdaten sind bekannt. Jeder Unternehmer kann sich an uns wenden. Wir sind von dem Produkt überzeugt und hoffen, dass sich genug Partner finden, um einen einheitlichen Usedom-Becher herzustellen. Die Kosten für die Produktion übernehmen wir“, erklärt UTG-Chef Michael Steuer. Er findet die Idee super, dass die Becher durch die Urlauber automatisch durch Deutschland kreisen und so der Name Usedom verbreitet wird.

Es gab in der Runde allerdings auch Skepsis und viele Fragen. Zum Beispiel, dass auf Usedom auch Becher aus Hamburg oder anderen Regionen auftauchen könnten. „Das ist ja auch der Sinn dieser Aktion. Es gibt viele Menschen, die sammeln die Becher wie Weihnachtsmarkttassen mit unterschiedlichen Jahreszahlen“, sagt sie. Irgendwann vermischen sich die Becher in der Republik so wie die Euromünzen verschiedener Länder im Portmonee.

Hannes Ewert

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