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Usedom Reiseleiter schätzt Verkehrssituation ein
Vorpommern Usedom Reiseleiter schätzt Verkehrssituation ein
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15:01 28.02.2019
Burkhard Lebert ist seit 15 Jahren Reiseleiter auf Usedom. Quelle: Ingrid Nadler
Morgenitz

Seit 15 Jahren arbeitet Burkhard Lebert als Reiseleiter auf Usedom und kommt viel rum. Der Morgenitzer kennt die Insel und ihre Straßen wie seine Westentasche. Wie schätzt jemand wie er die allgemeine Verkehrssituation hier ein? Was hält er von den Projekten und Ideen für die Zukunft, die derzeit diskutiert werden?

Zunächst stellt Lebert fest: „Voll ist voll. Und voller geht nicht.“ Von den oft überfüllten Bundesstraßen auf Usedom ist er einfach genervt. Deshalb sieht er den Tunnelbau in Swinemünde mit Gelassenheit. Er kann dem sogar etwas Gutes abgewinnen. Eine Abwanderung auf die polnische Seite der Insel gebe es jetzt schon, bemerkt der Morgenitzer. „Es ist gut für alle Beteiligten, wenn die Querung der Swine erleichtert wird.“ Gern erinnert er sich an eine Vereinsfahrt mit den Volkstänzern aus dem Lieper Winkel, die an einem Tanzfest in Pritta teilgenommen haben. Erstmals hat er im vorigen Jahr während des Usedomer Musikfestivals auch einen Bus nach Misdroy begleitet. „Solche gegenseitigen Besuche sollten zur Normalität werden.“ Er selbst bietet mit seinem Midi-Bus z. B. auch Ganztagesfahrten nach Stettin an.

Autofähre wäre schlichtweg Blödsinn

Seine Zuhörer im Bus weiß er vortrefflich zu unterhalten, wohin auch immer die Reise gehen mag. In den eineinhalb Jahrzehnten seiner Selbstständigkeit, in denen er mit seinem Firmennamen „Leuchtturm Usedom Reisen“ am Markt ist, hat er wichtige Kontakte zu Hotels und Reha-Kliniken aufgebaut, für die er sehr dankbar ist. Ganz nach Wunsch bietet er Ganztagesfahrten nach Stralsund und Greifswald an, für Geschichtsinteressierte besonders gern Peenemünde, aber auch immer wieder Reisen durch „sein“ Achterland. Hier steuert Lebert dann jede Ecke an, lässt seinen Fahrgästen Zeit, die Natur im wahrsten Sinne zu begreifen.

Die Idee, den Fahrzeugverkehr im Süden Usedoms durch eine Autofähre von Ueckermünde aus zu minimieren, hält der 63-jährige Insulaner schlichtweg für Blödsinn. Selbst die Machbarkeitsstudie sei herausgeschmissenes Geld, wettert der Morgenitzer.

Reiseveranstalter weichen auf Usedomer Norden aus

Ihn treibt ein ganz anderes Problem um. Seit die Gemeindevertretung in Heringsdorf beschlossen hat, dass große Busse nicht mehr ins Zentrum fahren dürfen, haben Reise-Veranstalter Mühe, ihre oftmals betagten Gäste für die Kaiserbäder zu begeistern. Der Weg vom Parkplatz bis zur Promenade nehme einfach zu viel Zeit in Anspruch, so dass zum Beispiel der größte Schweizer Busreiseveranstalter Twerenboldt die Kaiserbäder nicht mehr anfährt, erklärt Burkhard Lebert. So könne es passieren, dass die Schweizer die Bäderarchitektur künftig in Swinemünde bewundern. Inzwischen weichen die Veranstalter laut Lebert häufiger in den Inselnorden aus und zeigen ihren Gästen die Seebäder bis Koserow, wo sie unter anderem die Salzhütten als Sehenswürdigkeit ansteuern. Auf Usedom ist also so manches in Bewegung (wenn man nicht gerade im Stau steht).

Ingrid Nadler

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