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Usedom Strandaktion: Rette sich wer’s kann
Vorpommern Usedom Strandaktion: Rette sich wer’s kann
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11:13 01.07.2019
„Rette sich wer's kann“: So lädt der DRK-Wachleiter Sebastian Antczak (l.) an fast jedem Samstag in der Badesaison Kinder ein, um sie mit den wichtigsten Baderegeln vertraut zu machen. Quelle: Dietmar Pühler
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Heringsdorf

In diesen Tagen sind die Rettungsschwimmer an den Küsten im Dauereinsatz. Sie appellieren immer wieder an die Vernunft der Badegäste, die Hinweise der Retter ernst zu nehmen. In den Kaiserbädern wird schon bei den kleinsten Badegästen angefangen. Fast jeden Samstag im Sommer versammelt der Chef der Rettungsschwimmer in den Kaiserbädern, Sebastian Antczak, eine Schar Kinder um sich, wenn er um Punkt 11 Uhr in die Trillerpfeife bläst und so zur Aktion „Rette sich wer’s kann“ einlädt.

Heute ist es wieder so: Nachdem die Kinder dem Ruf der Pfeife gefolgt waren und einen weiten Kreis um das Rettungsquad der Wasserretter bildeten, bat Antczak die Kleinen doch näher zu kommen. „Na, ausgeschlafen“, fragte er in die Runde. Dem vielstimmigen „Ja“ entgegnete er „Ich nicht“. Damit hatte er die Kinder schon gleich auf seiner Seite. Die nächste Frage in das nun engere Rund lautete: „Habt ihr euch alle eingecremt?“. Hier war das „Ja“ schon etwas verhaltener.

850 Einsätze im vergangenen Jahr

„Herzlich willkommen bei der Wasserrettung“, fuhr Sebastian Antczak vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) fort, der von den Steppkes wissen wollte: „Was machen wir?“. „Aufsicht halten“, kam es prompt zurück. Der Wachleiter informierte, dass die Rettungsschwimmer in Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin im vergangenen Jahr 850 Einsätze hatten. Viele seien auf die Unvernunft der Badegäste zurückzuführen, die oftmals die Durchsagen zu Badeverboten bei starker Strömung ignorierten.

 

Lukas Groß (r.) vom Deutschen Roten Kreuz zeigt den Kindern, was sich in einem Strand-Rettungsrucksack der Rettungsschwimmer befindet. Quelle: Dietmar Pühler

Dann wollte der DRK-Mann wissen, wie weit hinaus geschwommen werden darf. „Bis zu den Bojen“ kam zurück. „Wie gehen wir ins Wasser?“ war die nächste Frage. Auch hier zeigten sich die Kinder gut informiert. „Reingehen und erst mal hinsetzen“, wusste ein kleiner Urlauberjunge. Auch, dass man sich den Buhnen fernhalten soll, war vielen bewusst. „Buhnen – die hassen wir wie die Pest. Das Betreten ist verboten. Die Muscheln sind wie Skalpelle. Da ist das Wasser viel tiefer“, warnte Sebastian Antczak.

„Was müsst ihr tun bei einem Wetter wie heute?“, wollte er als nächstes wissen. „Erst langes Nachdenken, dann doch noch die Antwort: „Viel trinken“. Dann klärte der Rettungsschwimmer auf, dass neben Wasser Zucker ganz wichtig ist, weshalb auch Saft oder eine Saftschorle ratsam sei. Für Staunen sorgte seine Aussage, dass die Rettungsschwimmer in den Kaiserbädern bundesweit die meisten Einsätze zu verzeichnen hätten. Das liege an dem langen Strand, der zu überwachen sei, der sich von der deutsch-polnischen Grenze bis nach Ückeritz erstreckt.

Schon fünf Mal kam Rettungshubschrauber

In der noch jungen Badesaison hätte schon fünf Mal der Rettungshubschrauber angefordert und vier Mal erfolgreich reanimiert werden müssen, erklärte Antczak weiter. Danach übernahm sein Stellvertreter als Wachleiter, Lukas Groß, das Wort. Er öffnete seinen Rettungsrucksack und zeigte, was da so alles an Material drin ist. Zum Schluss durften die Kleinen das Rettungsquad inspizieren. „Das ist unser Strandrettungskrankenwagen. Da ist alles drauf wie in einem Krankenwagen.“, sagte der Rettungsschwimmer-Chef während er das Blaulicht einschaltete und das Martinshorn zu hören war.

Dietmar Pühler

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