Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Rettung für Jugendclubs: Sie bekommen auch 2014 ihr Geld
Vorpommern Usedom Rettung für Jugendclubs: Sie bekommen auch 2014 ihr Geld
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:22 08.11.2013
Jugendliche bei den Inselhoppern bauen sich einen alten Bus aus.
Anzeige
Anklam

Jugendliche und Sozialarbeiter können aufatmen: Die Jugendclubs im Landkreis Vorpommern-Greifswald sind vorerst gerettet. Jeder Club, der für das kommende Jahr finanzielle Unterstützung beantragt hat, bekommt auch sein Geld. Das teilte Jugendamtschefin Karina Kaiser beim Bildungsausschuss am Mittwochabend in Anklam mit. Zwar müsse der Haushalt des Kreises für das kommende Jahr erst noch beschlossen werden. „Aber wir hätten den Finanzanträge nicht zugestimmt, wenn wir uns nicht sicher gewesen wären, dass auch alles klappt“, sagte Kaiser.

Die Finanzierung der Jugendsozialarbeit stand lange Zeit auf wackeligen Füßen. Das Geld kommt von verschiedenen Institutionen: Der Europäischen Union, dem Land, dem Kreis und den Gemeinden. In den vergangenen Monaten sind dabei zwei Probleme aufgetaucht. Zum einen sah es lange danach aus, dass Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) nicht rechtzeitig ausgezahlt werden können. Zum anderen hatte die Landesregierung in Schwerin angekündigt, die Jugendsozialarbeit künftig jedes Jahr weniger fördern zu wollen. Beides ist zunächst vom Tisch: Das Land will seine Einsparungen auf 2015 verschieben und übernimmt zunächst die ausstehenden Zahlungen aus dem ESF.

Beim Jugendprojekt „Inselhopper“ auf Usedom ist die Erleichterung groß. „Ich nehme das positiv auf. Die Unsicherheit bei den Kollegen war groß. Viele standen vor der Arbeitslosigkeit“, sagte René Fulczynski. Er gehört zu jenen Sozialarbeitern, deren Verträge zum Jahresende ausgelaufen wären. Ohne neues Geld hätte man die „Inselhopper“ wohl dicht machen müssen. „Am schlimmsten wäre das für die Kids gewesen“, sagte er.

Wie es langfristig weitergehen soll, ist allen Beteiligten unklar. Schwerin plant, ab 2015 jedes Jahr fünf Prozent weniger Fördergelder zu überweisen. „Im Moment haben wir nur einen Teilerfolg. Was dann kommt, wissen wir nicht“, meinte Kreistagsmitglied Marco Schulz (CDU) im Bildungsausschuss. Deswegen soll nun eine Prioritätenliste erarbeitet werden. Nach den Kriterien darin wird bestimmt, wer zukünftig noch Geld bekommt — und wer am Ende leer ausgeht.

Alexander Müller

Gestern kam es in Anklam in der Leipziger Allee an der Einmündung zur Parkallee zu einem Verkehrsunfall, in dessen Folge eine 21-jährige Radfahrerin schwere Gesichtverletzungen erlitt.

08.11.2013

Eine Unterschlagung der Möbel konnte nicht nachgewiesen werden.

08.11.2013

In Ahlbeck, Heringsdorf und Benz finden Martinsumzüge statt.

08.11.2013