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Usedom Ringen um Hafenbühne geht in nächste Runde
Vorpommern Usedom Ringen um Hafenbühne geht in nächste Runde
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00:00 27.07.2018
Kommt die Theaterbühne wieder in den Hafen? Quelle: Foto: Henrik Nitzsche/archiv
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Usedom

Die Theaterfreunde, die Mittwochabend erwartungsvoll zur Usedomer Stadtvertretersitzung erschienen waren, sind gleich zu Beginn enttäuscht worden, als Bürgermeister Jochen Storrer (Unabhängige Bürgerliste) den Antrag der Fraktion SPD/Die Linke von der Tagesordnung nehmen ließ. Diese hatte vorgeschlagen, den Hafenvorplatz freizuhalten, um eine eventuelle Rückkehr der Hafenbühne an den erprobten Standort zu ermöglichen. Storrer begründete die Rückstellung des Antrags damit, dass es Mittwochabend noch nicht um eine Bebauung des Hafenvorplatzes gehe, sondern lediglich um seine Pflasterung. Storrer weiter: „Außerdem habe ich Dr. Bordel zu einem Gespräch nach Usedom eingeladen, wie es von der Stadtvertretung gewünscht wurde.“

Stadt Usedom: Beschluss zu Standort von Tagesordnung genommen / 1500 Unterschriften für Theater am Wasser

Der Intendant habe auch zugesagt, aber aus familiären Gründen um eine Terminvereinbarung nach dem 1. August gebeten. „Wir müssen doch erst hören, ob die Bühne überhaupt wieder in den Hafen zurück will.“

Rico Baumann, Sprecher der Bürgerinitiative „Pro Theater“: „Wir unterstützen den Vorschlag der SPD/Linken-Fraktion. Es ist davon auszugehen, dass das geplante Bauvorhaben einer festen Spielstätte am Kindergarten keine Mehrheit in der Stadtvertretung finden kann. Wir müssen daher die Option für eine Rückkehr der Bühne an den gewohnten Standort offenhalten.“

Es gebe auch nichts, was dagegen sprechen sollte, so Rico Baumann. „Wir haben inzwischen 1500 Unterschriften gesammelt. Das sind 1500 Willensbekundungen für eine Fortführung der wunderbaren Tradition von neun Jahren Theater in Usedom. Durchschnittlich 10 000 Gäste pro Jahr, das ist schon eine Hausnummer für so eine kleine Stadt wie Usedom. Das Konzept des neuen See-Centers betone ausdrücklich die Schwerpunkte Tourismus, Kunst und Kultur. Und wir wollen dem Theater darin keinen Platz einräumen?“

Der Bürgermeister versicherte am Abend, Stadtvertreter und Theaterfreunde umgehend zu informieren, sobald der Termin mit Wolfgang Bordel steht.

Ingrid Nadler

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