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Usedom Rüstungsexportstopp: Peene-Werft soll Schadenersatz bekommen
Vorpommern Usedom Rüstungsexportstopp: Peene-Werft soll Schadenersatz bekommen
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12:57 30.11.2019
Die Peene-Werft in Wolgast. Quelle: Tilo Wallrodt
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Wolgast

Für die Wolgaster Peene-Werft sollen im Bundeshaushalt nach Angaben aus der Unionsfraktion 200 Millionen Euro für Schadenersatzleistungen eingestellt werden. Das erklärte der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Eckhardt Rehberg, am Rande des CDU-Landesparteitages Mecklenburg-Vorpommern am Samstag in Binz auf Rügen.

Die zur Bremer Lürssen-Gruppe gehörende Werft leidet unter dem Exportstopp für Rüstungsgüter, den die Bundesregierung vor einem Jahr verhängt hat. Auf der Werft liegen mehrere fertige und halbfertige Patrouillenboote für Saudi-Arabien. Sie dürfen nicht ausgeliefert werden, der Weiterbau wurde gestoppt.

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Exportverbot vorerst bis Ende März 2020 verlängert

Wie Rehberg sagte, könnten mit den Bundesmitteln zehn Patrouillenboote und ein größeres Ausbildungsschiff fertiggebaut werden. Wer die Schiffe abnimmt, ist noch unklar. Es gebe Interessenten außerhalb Deutschlands, etwa im Mittelmeerraum. Aber auch der Einsatz bei der Bundespolizei, der Deutschen Marine oder dem Zoll sei denkbar.

Insgesamt umfasste der Auftrag für das Innenministerium in Riad 35 Patrouillenboote. 15 waren bis zum Herbst 2018 bereits ausgeliefert worden. Im Frühjahr hatte die Lürssen-Werftgruppe wegen des Exportstopps für Patrouillenboote nach Saudi-Arabien gegen den Bund geklagt. Das Exportverbot ist vorerst bis Ende März 2020 verlängert worden.

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Von RND/dpa

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