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Usedom „Vor uns muss sich niemand fürchten“
Vorpommern Usedom „Vor uns muss sich niemand fürchten“
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13:38 26.01.2019
Die Sechstklässler Malte Hennings (links) und Tim Baartz probieren sich im Chemieraum aus und weisen Glukose in Apfelsaft nach. Quelle: Tom Schröter
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Wolgast

Trotz des Schnees, der in der Nacht gefallen war, herrschte am Sonnabend beim Tag der offenen Tür im Wolgaster Runge-Gymnasium großer Andrang. Etliche Sechstklässler aus Wolgast und Umgebung waren gemeinsam mit ihren Eltern gekommen, um sich die Unterrichtsräume und Fachkabinette zu begucken und die Angebote der Schule kennen zu lernen, die aktuell von 430 Schülern besucht wird. Musikalisch wurden sie wiederum vom Chor der Schule auf den Info-Tag eingestimmt.

„Vor uns muss sich niemand fürchten“, beruhigte Schulleiter Karl-Uwe Roggow gleich zu Beginn die Schüler der sechsten Klasse, für die demnächst die Entscheidung ansteht, ob sie sich für eine Schullaufbahn mit Abitur entscheiden. „Damit erhaltet Ihr die Befähigung zu einem Studium und habt auch bessere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt“, erläuterte Karl-Uwe Roggow, der betonte, dass hierzulande die Eltern über die Schullaufbahn ihrer Kinder entscheiden.

54 Schüler benötigt das Runge-Gymnasium in den siebten Klassen, die ab dem 12. August 2019 hier fortan die Schulbank drücken. 63 Schüler wurden im Schuljahr 2018/2019 eingeschult, was weiterhin die Dreizügigkeit des Wolgaster Gymnasiums sicherstellte. Dies, so erklärte der Schulleiter, soll auch künftig so bleiben.

Lehrer und viele engagierte Schüler umwarben am Sonnabend die künftigen Pennäler. Sie zeigten ihnen, welche Fremdsprachen im Gymnasium an der Schulstraße gelehrt werden, stellten Inhalte der traditionellen Runge-Projektwoche vor, luden zum Experimentieren ein, lockten mit Angeboten in die Turnhalle oder erklärten, was es mit dem Runge-Gymnasium als Unesco-Projektschule auf sich hat. Sogar in die Speisekarte des Essenanbieters „Kleine Ranch“ aus Groß Ernsthof konnte man Einblick nehmen.

Am Sonnabend luden Lehrer und Schüler die künftigen Pennäler in das Schulzentrum an der Schulstraße ein.

Schnell verteilten sich die Besucher in dem weitläufigen Schulgebäude. Sie ließen sich zum Beispiel vertraut machen mit einem Erasmus-Projekt in Kooperation mit dem Historisch-Technischen Museum Peenemünde. „Wir erstellen virtuelle Lernkoffer zum Thema Zweiter Weltkrieg, wobei wir persönliche und Schicksale von Gruppen vorstellen“, erklärte Schüler Ben Lucas Riedel. „Dafür waren wir an verschiedenen Orten, wie zum Beispiel in Peenemünde und im Jüdischen Museum in Warschau.“ Demnächst gehe es nach Kelmis, eine von neun Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien, ergänzte Schülerin Emilie Müller.

Im Kurs Medienkunde hingegen entsteht momentan ein Film zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“. „Wir haben dazu verschiedene Interviews mit Schülern, Lehrern und zum Beispiel Personen im Krankenhaus geführt“, berichtete die Emma Jolie Dürr aus der 9. Klasse. Außerdem entstehen in besagtem Kurs verschiedene Musikvideos, in denen persönliche Wunschtitel mit eigenen Geschichten kombiniert werden.

Unter den wachsamen Augen von Chemielehrerin Jana Roggow konnten sich die künftigen Gymnasiasten schon mal mit dem neuen Fach Chemie anfreunden. Auch Malte Hennings (12) aus Wolgast und Finn Baartz (11) aus Schalense warfen sich einen weißen Kittel über, um mittels Fehlingscher Lösung Glukose in Apfelsaft nachzuweisen und ihre Mundschleimhaut-Zellen unter dem Mikroskop zu betrachten. Für Malte war dies nicht die erste Stippvisite im Runge-Gymnasium: „Ich war vor drei Jahren schon einmal hier“, sagte er. Damals habe seiner Schwester Maja der Schulwechsel bevor gestanden; heute besucht sie hier die 9. Klasse.

Das Interesse an der Schule, der ein von gegenseitiger Achtung und Toleranz geprägtes Miteinander bescheinigt wird, war wieder groß. „Wenn Ihre Kinder das Halbjahreszeugnis der 6. Klasse in den Händen halten, können sie bei uns angemeldet werden“, betonte Schulleiter Karl-Uwe Roggow. Anmeldeschluss ist der 28. Februar 2019.

Tom Schröter

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