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Usedom Saudi-Arabien-Krise: Sorge um Peene-Werft
Vorpommern Usedom Saudi-Arabien-Krise: Sorge um Peene-Werft
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22:49 24.02.2016
Patrouillenboot der Lürssen Werft. Der geplanten Export von mindestens 15 Booten nach Saudi-Arabien könnte scheitern. Quelle: Lürssen
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Wolgast

Vor dem Hintergrund massiver Menschenrechtsverletzungen will die Bundesregierung künftig bei Rüstungsexporten nach Saudi Arabien genauer hinsehen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) lässt prüfen, „ob wir in Zukunft auch defensive Rüstungsgüter kritischer beurteilen müssen“.

Ein Embargo könnte vor allem die Wolgaster Peene-Werft treffen. Der Betrieb der Bremer Lürssen-Gruppe baut hier mit 300 Beschäftigten seit knapp einem Jahr an einer Großserie von 100 bis 146 Patrouillenbooten für Saudi Arabien. Der Milliarden-Auftrag lastet die Werft für Jahre aus.

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Ein Wegfall der Arbeit wäre für den Standort „eine Katastrophe“, sagt Wolgasts Bürgermeister Stefan Weigler (parteilos). Die Werft gehört zu den größten Industrie-Arbeitgebern in der Region.

Linke und Grüne fordern einen Ausstieg. Auch die Stralsunder SPD-Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen spricht sich gegen das umstrittene Rüstungsprojekt aus.



Gerald Kleine Wördemann