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Usedom Schau läutet Saison im Kunstpavillon ein
Vorpommern Usedom Schau läutet Saison im Kunstpavillon ein
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09:53 17.03.2019
Maler Uwe Peschel liebt das Maritime und fand im Raum Rostock viele seiner Motive. Dieses Bild heißt „Steinstrand“ und ließ dem Künstler auch Raum für Phantasie. Quelle: Tom Schröter
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Heringsdorf

Der Usedomer Kunstverein ist am Sonnabend in die Saison 2019 gestartet. Den Auftakt der vielfältigen Veranstaltungsserie bildet eine Ausstellung mit Arbeiten des Künstlers Uwe Peschel aus Neustadt in Sachsen. Peschel, Jahrgang 1961, zeichnet seit seiner Kindheit, wobei er seine Motive vielfach im Kontext zum Thema „Werden und Vergehen“ wiedergibt.

Mit der Tatsache, dass das Leben begrenzt ist, musste Peschel früh umgehen lernen, schilderte Torsten Priem, der als stellvertretender Vorsitzender des Kunstvereins für den erkrankten Maler und Grafiker Volker Koepp die Laudatio hielt. Der Bruder des Künstlers erlag in jungen Jahren einem Krebsleiden, was Uwe Peschel prägte und dazu führte, dass er in seinen Werken danach strebt, „Gegenwärtiges zu begreifen und der Vergänglichkeit unterzuordnen“.

Torsten Priem vom Usedomer Kunstverein hielt die Laudatio. Quelle: Tom Schröter

Maritime, urige Landschaften dominieren die 40 Arbeiten umfassende Ausstellung im kleinen Kunsttempel an der Heringsdorfer Promenade. „Ich habe eine Affinität zum Wasser“, berichtet Peschel. „Drei Jahre lang, bis 2018, wohnte ich in Rostock an der Ostsee und habe oft am Strand gesessen und gemalt.“ Mit Ölfarben in Stiftform übertrug er in der ihm eigenen Weise die Küstenpanoramen auf Leinwand und verfeinerte die Bilder später im Atelier. Steinstrände, Wolkenmeere, steile Kliffs, das Meer in der Nacht und drohende Unwetter dienten Peschel als Inspiration.

Torsten Priem vom Usedomer Kunstverein hielt die Laudatio. Quelle: Tom Schröter

Hinzu kommen mehrere figürliche Arbeiten, die der gebürtige Sachse vornehmlich in den 1990-er Jahren gefertigt hat. „In nächster Zeit will ich mich wieder stärker dem Figürlichen und Porträts zuwenden“, verkündet Peschel, der vielfältig tätig ist und in den vergangenen knapp 30 Jahren auch an der Restaurierung historischer Wandmalereien, wie etwa im Schloss Wernigerode und im Dresdener Barockviertel, mitwirkte.

Zu den Werken zählen auch figürliche Arbeiten, wie dieser Akt „Weibliches VI“. Quelle: Tom Schröter
Dieser „Akt mit der Weinflasche“ in Öl auf Leinwand entstand 1999. Quelle: Tom Schröter

Die Ausstellung in Heringsdorf ist bis zum 14. April zu sehen. Ab dem 20. April folgt eine Schau mit Malerei und Grafik von Bärbel Bohley. Auch drei Lesungen stehen 2019 auf dem Programm. Am 19. Mai liest Christoph Hein aus seinem Roman „Verwirrnis“, am 30. Juni trägt Anja Kampmann Auszüge aus ihrem Debütroman „Wie hoch die Wasser steigen vor“ und am 25. August offeriert Oskar Manigk neue Geschichten aus „Daß nicht noch ’was passiert“.

Tom Schröter

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