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Usedom Schon wieder Notrufmissbrauch an der Zinnowitzer Seebrücke?
Vorpommern Usedom Schon wieder Notrufmissbrauch an der Zinnowitzer Seebrücke?
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12:08 08.08.2019
An der Zinnowitzer Seebrücke wurden in der Nacht zu Donnerstag sechs Personen gesucht. Gefunden wurde niemand. Quelle: Hannes Ewert
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Zinnowitz

War es wirklich ein Notfall oder doch wieder ein „Dummer-Jungen-Streich“? In der Nacht zu Donnerstag rückten 34 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, DLRG und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger an der Zinnowitzer Seebrücke an, um nach angeblich fünf bis sechs Personen zu suchen, die von der Seebrücke gesprungen sind. Der Notfall kam den Einsatzkräften bekannt vor, denn schon in der Nacht zu Sonntag wurden die Kameraden gegen 1 Uhr gerufen, weil eine Person von der Brücke gesprungen sei. Nach der Suche am Strand wurde der Einsatz ergebnislos abgebrochen.

In der Nacht zu Donnerstag wurde der Notruf gegen Mitternacht von der Notrufsäule am Seebrückenvorplatz abgesetzt. „Es wurden zudem auch noch Schreie gehört“, berichtet Einsatzleiter Christoph Liphardt von der Freiwilligen Feuerwehr Zinnowitz. Aber weder derjenige, der den Einsatz ausgelöst hat, noch jemand anderes wurde angetroffen.

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Insgesamt waren 35 Rettungskräfte vor Ort im Einsatz. Gefunden wurde nichts. Quelle: Hannes Ewert

Insgesamt wurden in diesem Fall vier Boote aufs Wasser geschickt, die die Ostsee bei stockfinsterer Nacht nach Vermissten absuchten. Die Boote kamen von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger aus Zinnowitz, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft sowie den freiwilligen Feuerwehren Ahlbeck und Ückeritz.

Nach einer Stunde Suche auf dem Wasser wurde der Einsatz ergebnislos abgebrochen. Alle Feuerwehrleute konnten wieder abrücken. Was bleibt, ist der Gedanke daran, dass es sich in beiden Fällen um Notrufmissbrauch handelt.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage mussten die Feuerwehrleute zur Zinnowitzer Seebrücke. Quelle: Hannes Ewert

Sollte sich herausstellen, dass es sich um Notrufmissbrauch handelt, und werden die Täter ermittelt, kann es teuer werden. Je nach Dienstgrad der Polizeibeamten, der gefahrenen Kilometer, der Anzahl der eingesetzten Boote, Fahrzeuge und Feuerwehrleute kann locker ein vierstelliger Betrag zusammenkommen.

Von Hannes Ewert

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