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Usedom Hurra! 16 796,77 Euro sind auf dem Konto
Vorpommern Usedom Hurra! 16 796,77 Euro sind auf dem Konto
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07:00 24.12.2018
Die Bansiner "Waldzwerge" freuen sich, dass bei der OZ-Weihnachtsaktion 16 700 Euro gespendet wurden. Mit dabei ist auch DRK-Geschäftsführer Thomas Pohlers (2.v.r.). Quelle: Henrik Nitzsche
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Bansin

Das reicht für ganz viele Schwimmstunden! Dank der großzügigen Zuwendungen unserer Leser sind bis gestern 16 796,77 Euro auf dem Spendenkonto gelandet. Mit dem Geld können nun im kommenden Jahr weitere Kindertagesstätten am Projekt „Rette sich, wer’s kann“ des DRK-Kreisverbandes Ostvorpommern-Greifswald teilnehmen. Seit zwei Jahren werden bereits die älteren Kinder (ab 5 Jahre) der DRK-Kita „Waldzwerge“ in Bansin so an das Element Wasser herangeführt. „Im Vordergrund steht nicht unbedingt der Schwimmunterricht. Vielmehr geht es darum, den Kindern das richtige Verhalten an und in offenen Gewässern beizubringen. Sie sollen keine Angst vor dem Wasser haben, lernen allerdings schon frühzeitig, Baderegeln einzuhalten, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen“, sagt Thomas Pohlers, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes.

Mit solch einer Spendensumme habe er nicht gerechnet. „Das ist ein fantastisches Ergebnis. Vielen Dank. Besonders die vielen Kleinspenden sind ein Indiz, dass sich die Bevölkerung mit dem Projekt identifiziert. Schließlich geht es hier um die Sicherheit an den Stränden“, sagt Pohlers. Auch Bansins Kita-Chefin Ingrid Klüß kann es kaum glauben, als ihre Mitarbeiterin die Spendensumme auf ein Blatt Papier schreibt – für die Kinder, die bei der kleinen Feier an der weihnachtlich geschmückten Tafel Platz nehmen. Und die auf die Frage, was sie immer montags machen, lautstark antworten: „Mit Bernd zum Schwimmkurs fahren.“ Bernd Gansau, Hausmeister und Kindertagespfleger, begleitet die Kinder von Beginn an in der Ostseetherme.

Im kommenden Jahr sollen nun neben der Kita „Waldzwerge“ weitere Kindereinrichtungen in den Genuss des DRK-Projektes kommen, das es landesweit gibt. Bereits in 65 Kindertagesstätten hat die DRK-Wasserwacht erst im Trocknen mit den Kids die Baderegeln gepaukt, danach wurde in der Schwimmhalle die Praxis geübt. Darauf dürfen sich jetzt auch die Wolgaster Kitas „Lütt Matten“ und „Friedrich Fröbel“ sowie das „Montessori Kinderhaus“, die DRK-Kita „Anne Frank“, das Evangelische Kinderhaus Himmelschlüsselchen Benz sowie die Kita „Kinnerkaan“ in Kröslin freuen. Im Januar will Pohlers die Verantwortlichen der Einrichtungen einladen. „Es gibt viel Organisatorisches zu klären.“

Von Oktober bis Juni haben die „Waldzwerge“ immer montags die Ahlbecker Ostseetherme von 9 bis 10 Uhr für sich. „Die Schwimmhallen-Situation ist schwierig. Ahlbeck, Greifswald oder Anklam, das müssen wir nun klären“, so Pohlers, der auch auf die Touristiker setzt. „Wir würden gerne das Angebot eines Hotels wahrnehmen, das über ein Schwimmbecken verfügt. Für das Erlernen der Grundelemente reicht das auf jeden Fall“, sagt der DRK-Chef. „Wichtig ist, dass wir möglichst viele Kinder in dem Projekt erreichen.“

Gerade der jüngste Sommer habe nämlich gezeigt, dass die engagierten Rettungsschwimmer an den Stränden nicht alles verhindern können. Laut dem DRK-Landesverband gab es in diesem Jahr 25 tödliche Unfälle – 14 in der Ostsee, 9 in Binnenseen. Bei den Einsätzen mit Rettungsdienst (insgesamt 224) lag Usedom mit 104 deutlich an der Spitze.

Damit die wöchentlichen Schwimmkurse mit dem DRK kontinuierlich durchgeführt werden können, bedarf es neben den DRK-Schwimmlehrern auch geschultem Personal in den Kitas. „Wenn Mitarbeiter in den Kitas den Schwimmschein haben, erleichtert uns das die Arbeit. Auch darüber werden wir im Januar reden“, so Pohlers. Gute Erfahrungen mit einem externen Schwimmlehrer haben die Krösliner gemacht, die mit ihren Kindern bereits Wassertraining durchgeführt haben. „Wir haben eine Rettungsschwimmerin, die jetzt Rentnerin ist und das notwendige Wissen toll vermittelt. Die wollen wir weiter mit einbinden“, sagt Kitaleiterin Grit Gutzmann.

Sebastian Braun, Gesellschafter und Geschäftsführer der Cheplapharm GmbH Greifswald und selbst Vater zweier Kinder, findet das Projekt sehr gut und wichtig. „Auf diese Weise können wir den Mädchen und Jungen frühzeitig den richtigen Umgang mit dem Wasser beibringen. Und wenn dann noch das eine oder andere Seepferdchen herauskommt, ist es umso besser“, betont er. Sein Unternehmen spendet deshalb 1000 Euro.

Henrik Nitzsche und Cornelia Meerkatz

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