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Usedom Betten, Masken und die Feuerwehr
Vorpommern Usedom Betten, Masken und die Feuerwehr
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13:48 17.11.2019
Hatten viel Spaß im Heringsdorfer Saal: Ella, Astrid, Marina, Iris und Regina (v.r.). Quelle: Gert Nitzsche
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Zinnowitz/Heringsdorf/Lassan

Bettentaugliche Narren in Zinnowitz und maskierte Jecken im Heringsdorfer Kaiserbädersaal und Lassaner Schützenhaus. Am Sonnabend ließen die Narren in der Region noch einmal die Sau raus.

In der glitzernden Fritz Sdunek-Halle in Zinnowitz wurde am Abend ein Geheimnis gelüftet. In den Tagesschau-Nachrichten verkündete Mayk Borchardt, warum es 2018 im Haushalt der örtlichen Kurverwaltung ein dickes Minus von 720 000 Euro gab. „Unser Ort steht für verrückte Veranstaltungsideen. Nun wurde ein Kunstschneeverbot erlassen. Skifliegen und Biathlon mit Jens Weißflog ist abgesagt worden. Damit erhofft man sich Einsparungen von über 700 000 Euro.“

Bettenball in Zinnowitz und Maskenball in Heringsdorf und Lassan

 

Gespart wurde bei den Nummern der Zinnowitzer am Abend nicht. Die legendäre Bettennummer kam ohne viele Worte aus – die Botschaft kam aber an. Ein völlig überforderter Pfleger muss fünf tüdelige Omas (alle gespielt von Kerlen im besten Alter) betreuen. Waschlappen, Zahnbürste, Mundspülung, Stuhlgang – der Pfleger rennt und rennt, hetzt von der einen zur anderen und fällt tot um. Ja, der Pflegenotstand kommt auch im Ostseebad an.

Die Aktion kurz nach 1 Uhr stand aber bei den Jecken nicht auf dem Programm des Bettenballs. Plötzlich rückten die Freiwilligen Feuerwehren aus Zinnowitz und Trassenheide an. Mit dem Einsatzstichwort „Brandmeldeanlage Sportschule Zinnowitz“ machten sich die mehr als ein Dutzend Kameraden auf den Weg. Polizei und Rettungsdienst waren auch vor Ort. Die Brandmeldeanlage hatte möglicherweise durch den Nebel ausgelöst, der durch die Maschinen in der Halle produziert wurde. Kein Feuer, dafür ging die Feier weiter.

„Atemlos durch die Nacht“ in Lassan

Nebulös war es im Lassaner Schützenhaus nicht. Hier ging es sportlich zu: Dreibeinwett- und Hindernislaufen, Würfelzucker auf einem Stäbchen im Mund stapeln und mit einer fremden Hand ein Bett beziehen – bei illustren Spielchen hatten die rund 100 Närrinnen und Narren viel Spaß. Nachdem Einmarsch von Funken, Minifunken und den zehn Ministern eröffnete Prinz Wolfgang der X. (alias Wolfgang Hank) das närrische Treiben mit den Worten: „Jetzt beginnt der Frohsinn hier – wer das nicht will, dort ist die Tür“. Mit Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“ starteten die Minifunken. Das Motto für den Karneval im Februar gab Zeremonienmeisterin Monika Studier bekannt: „Tatort- Schützenhaus“.

Herr Dallemann im Kaiserbädersaal

Bei der Elferratssitzung des Ahlbecker Karnevalsclubs am Samstagabend im Heringsdorfer Kaiserbädersaal folgte dem Einmarsch des Hofstaates der Gesang von Wilhelm von Rummelsburg mit einer Operette von Paul Linke. Danach legten die Miniprinzen los. Dass bei den Ahlbeckern die Ortspolitik aufs Korn genommen wird, hat schon Tradition. Diesmal hatte Herr Dallemann – Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann hatte gerade Ärger mit dem Bund der Steuerzahler – zu einer Sprechstunde eingeladen. Zwei Damen aus dem Westen, drei aus dem Osten klagten ihm ihr Leid. Es ging auch um Dauerthemen, wie Verkehr, Krankenhaus, Strandprivatisierung und die kommende Vier-Jahres-Baustelle von Ahlbeck.

Von Henrik Nitzsche, Hannes Ewert, Gert Nitzsche, Rainer Decke

In der Nacht von Samstag zu Sonntag rückten die Feuerwehren in die Sporthalle in Zinnowitz aus. Beim Bettenball löste die Brandmeldeanlage einen Alarm aus. Mehr als 15 Feuerwehrleute aus Zinnowitz und Trassenheide waren vor Ort. Zusätzlich kamen der Rettungsdienst und die Polizei.

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