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Sport Usedom Als krasser Außenseiter nach Schwerin
Vorpommern Usedom Sport Usedom Als krasser Außenseiter nach Schwerin
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00:00 11.12.2015
Kämpfen bis zum Umfallen — Patrick Glende (r.) macht es vor. In Schwerin müssen er und seine Mannschaftskollegen alles versuchen, um aus der personellen Misere das Beste zumachen. Quelle: Andreas Dumke
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Ahlbeck/Wolgast. Derbyzeit in der dritten Handball-Liga! Der Tabellenletzte, der HSV Insel Usedom, tritt am Sonntag um 16 Uhr beim SV Mecklenburg Schwerin an. Die beiden Teams sind nur durch drei Tabellenplätze getrennt, aber auch durch einen Abstand von sieben Punkten.

Viel zu oft gab es nach den Usedomer Spielen die Meinung: „Das hätten wir doch packen müssen.“ Doch „hätte, könnte, wenn und aber“ bringt keine Punkte. Am Ende steht bisher die ernüchternde Bilanz von einem Heimsieg (gegen den jetzigen Tabellenachten Anhalt Bernburg/29:27) und einem 29:29 Remis gegen den TSV Burgdorf II (Platz 7). Gegen alle Mannschaften, die sich noch in ungefährer Reichweite der Usedomer befinden, setzte es allerdings Niederlagen. Gegen den Tabellenvorletzten Stralsund brach die Inselmannschaft nach einer tollen ersten Hälfte völlig ein. Bei den Füchsen Berlin verlor man knapp mit einem Tor Unterschied. Altenholz entführte bereits am ersten Spieltag (25:18) beide Punkte aus der Pommernhalle. Und auch Flensburg-Handewitt II gewann auf Usedom mit acht Toren Vorsprung.

Die Voraussetzungen, den Bock ausgerechnet in Schwerin umstoßen zu können, sind nicht gut: Patrick Petersen und Radek Wolski sind weiterhin verletzt. Christopher Neidel befindet sich im Urlaub, und Patrik Pristas ist seit dieser Woche auf Grund seines Studiums in seiner slowakischen Heimat. Christoph Dübener ist noch angeschlagen. „Wir reisen als krasser Außenseiter nach Schwerin. Trotzdem wollen wir natürlich auch die allerkleinste Chance nutzen, um vielleicht auswärts die ersten Punkte einzufahren“, gibt sich Geschäftsführer Nico Heidenreich trotz aller Hiobsbotschaften kämpferisch.

Das ist nicht selbstverständlich, denn schon am vergangenen Wochenende war das Problem des HSV deutlich zu erkennen, als auf der Usedomer Seite drei Wechselspieler Platz nahmen, die Hannoveraner jedoch die doppelte Anzahl aufbieten konnten.

Doch auch die „Stiere“ hatten sich die bisherige Saison sicher anders vorgestellt. Mit sechs Punkten aus den ersten drei Spielen starteten sie hervorragend in die Saison. Dann folgte jedoch eine lange Pleitenserie, bis man sich am 10. Spieltag mit einem 22:17-Sieg bei den Berliner Füchsen zurück meldete. Diese Partie war auch gleichzeitig der erste Auftritt unter Neu-Coach Maik Handschke, der Holger Antemann ablöste. Handschke, ehemalige Nationalspieler, konnte die frühere Handballhochburg Schwerin bisher allerdings auch noch nicht so richtig zum Leben erwecken. Unter seiner Regie gelang nur ein Sieg gegen Burgdorf II (25:22). Immerhin sind dies aber sieben Punkte mehr, als der HSV Insel Usedom bisher gesammelt hat. Bleibt zu hoffen, dass das „letzte“ Aufgebot der Usedomer am Sonntag tatsächlich für eine Überraschung sorgen kann.

Mit viel Selbstbewusstsein ausgestattet, treten morgen die Verbandsliga-Handballer des HSV Insel Usedom II die Reise zum Fünftplatzierten HV Altentreptow an. Nach sechs Siegen in Folge wollen die Insulaner, die ungeschlagen an der Spitze thronen, den nächsten Coup starten. „Unsere Mannschaft ist guter Dinge. Sie will versuchen, ihre Siegesserie fortzusetzen“, sagt Trainer Nico Heidenreich. Allerdings erwartet die Insulaner im Landkreis Mecklenburger Seenplatte ein heißer Tanz. Sicherlich wird die Heimsieben, mit dem Publikum im Rücken, versuchen, die 21:25-Hinspielniederlage zu revidieren. „Darauf haben wir uns einzustellen. Doch wenn Einsatz und Kampfbereitschaft stimmen, ist mir nicht Bange, dass wir die Halle als Gewinner verlassen“, sagt Heidenreich. Der HSV II kann seinen gesamten Kader aufbieten. Im Gegensatz zum letzten Mal sind diesmal Kellermann, Müller und auch Glander wieder mit dabei. Der Anwurf in der Sporthalle am Klosterberg erfolgt am Samstag um 18 Uhr.

Bei den Wolgaster Handballern stehen vier Begegnungen auf dem Spielplan. Die weibliche Jugend D muss am Samstag um 12.30 Uhr beim Pasewalker HV antreten. Die B-Juniorinnen spielen ab 14 Uhr beim Stralsunder HV. Am Sonntag muss die weibliche D-Jugend ein weiteres Mal aufs Parkett, diesmal in der eigenen Halle und gegen den SV Fortuna Neubrandenburg II. Ab 14 Uhr sind die Wolgaster Senioren Gastgeber im Spiel gegen den SV Einheit Teterow.

Weitere Ansetzungen:

Samstag: 9 Uhr Turnier in Grimmen gegen Grimmen und Neubrandenburg (mJE); 12 Uhr HSV Waren — SG Vorpommern II (mJC); 12.30 Uhr SV Mecklenburg SchwerinSG Vorpommern I (mJC); 18 Uhr SG VorpommernLHC Cottbus (mJB/ in Greifswald) Sonntag: 9.30 Uhr F-Jugendturnier in Neubrandenburg; 12 Uhr SG Vorpommern I — SG Vorpommern II (wJC); 14 Uhr SG Vorpommern I — SG Vorpommern II (mJD); 16 Uhr HSV Insel UsedomStralsunder HV Damen



Andreas Dumke und Wolfgang Dannenfeldt

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