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Sport Usedom Usedomer Handballer im Viertelfinale
Vorpommern Usedom Sport Usedom Usedomer Handballer im Viertelfinale
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00:00 05.01.2016
Die Grimmener Spieler konnten richtig zupacken, hier gegen Kreisläufer Paul Müller. Zum Ende schwanden jedoch die Kräfte, so dass der Usedomer Drittligist mit 34:28 gewinnen konnte. Quelle: Andreas Dumke
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Ahlbeck Im Handball-Landespokal hat sich der HSV Insel Usedom gegen den MV-Ligisten HSV Grimmen mit 34:28 durchgesetzt. Mit einer durchwachsenen und nicht gerade ansehnlichen Leistung haben die Insulaner das Viertelfinale des HVMV-Pokals erreicht. MV-Ligist Grimmen zog sich dabei achtbar aus der Affäre und hielt trotz eigener Personalprobleme ordentlich dagegen. Doch die Usedomer hatten ihren Drittligisten (nur Pristas, Wolski und Zydron fehlten oder wurden nicht eingesetzt) spielen lassen.

Entsprechend den Regularien des Deutschen Handballbundes ist das regelkonform. „Das stimmt“, bestätigt Jörg Dombdera. „Für die Drittligisten besteht keine Pflicht, am DHB-Pokal teilzunehmen. Wer also noch nicht im Wettbewerb eingesetzt war, darf auch unterklassig spielen“, ergänzt der Geschäftsführer des Handballverbandes MV. „Das ist nicht schön, aber auch nicht zu ändern.“

Die Usedomer haben sich für die Drittligamannschaft entschieden, „um ihr Spielpraxis geben zu können, schließlich ist es bis zum Saisonbeginn (16. Januar gegen VfL Potsdam — Anm.d.R.) nicht mehr weit“, sagt Nico Scheer, Geschäftsführer der Spieler-GmbH des HSV Insel Usedom.

Mit dem schnellen 1:0 durch Patrick Glende startete der Favorit in die Partie. Doch Grimmen versteckte sich nicht und glich sofort aus. Stachow, Müller und Leow erhöhten zwar auf 4:2, doch nach Leows verworfenem Siebenmeter kamen die Gäste wieder heran. Grimmen nutzte jetzt die Unsicherheiten im Usedomer Spiel und ging mit 6:4 in Führung. „Es hat unseren Spielern an der richtigen Einstellung gefehlt. Die Abwehr hat über die gesamte Spielzeit nicht gut gestanden. Wir haben uns einfach zu viele Konter in der eigenen Halle eingefangen. Das geht nicht“, ärgerte sich Nico Heidenreich, der das Team betreute.

Das Spiel blieb ausgeglichen, jedoch rannten die Usedomer bis kurz vor dem Seitenwechsel ständig einem Rückstand hinterher. Auch die erste Auszeit nach gut einer Viertelstunde brachte da keine Impulse. Erst in den letzten Minuten der ersten Hälfte legten die Insulaner etwas zu. Leows Zwei-Minuten-Strafe schien die Initialzündung gewesen zu sein, denn mit dem 14:14 durch Dübener wurde erstmal wieder der Ausgleich geschafft. Mit dem 16:15 durch Stachow ging es dann doch noch mit einer Führung in die Pause. „Wir haben uns ziemlich schwer getan. Die handballfreie Zeit war uns anzumerken. Es war nicht einfach, wieder reinzukommen“, sagt der junge Kreisspieler Paul Müller, der viel Einsatzzeit bekam und zwei Tore erzielte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte gaben die Usedomer die Führung zwar noch einmal kurzzeitig ab, doch nach dem 20:20 (Fink) gingen die Insulaner wieder in Führung, die sie dann auch nicht mehr abgaben.

Bei der Heimmannschaft wurde auch fleißig gewechselt. So bekam Nils Witt seine erste Bewährungschance auf der Linksaußenposition. Auch Joshua Welz — also durchaus Spieler der zweiten Mannschaft — wusste nach seiner Einwechslung zu gefallen. Ihm gelang auch ein Tor.

Den Gästen schwanden am Ende ein wenig die Kräfte, so dass die Usedomer die Partie noch ein wenig deutlicher für sich gestalten konnten. Mit seinem siebten Tor setzte Glende fast mit dem Abpfiff den Schlusspunkt zum 34:28 und meinte anschließend: „Das war zu wenig von uns. Grimmen hat super dagegengehalten und uns das Leben schwer gemacht. Trotzdem muss man da von uns mehr erwarten dürfen.“

Nun hoffen die Usedomer auf ein attraktives Los im Viertelfinale, und wahrscheinlich wieder mit dem Drittligisten im Einsatz, obwohl das automatische Heimrecht jetzt wegfällt. „Auch wenn es nicht so schön anzusehen war, haben wir unsere Pflichtaufgabe erfüllt. Die Halle war gut besucht“, sagt Heidenreich.

Aufstellung HSV: Krynski; Stachow 4, Glende 7, Witt, Neidel 5, Leow 3, Wicht 3, Welz 1, Kicinski 1, Fink 7, Dübener 1, Müller 2

Regularien überdenken!
Der Verbandsligist darf sich im Landespokal von den Drittligisten des Vereins vertreten lassen. Der MV-Ligist aber darf seinen schwachen Kader nicht mit Spielern aus der Verbandsliga-Truppe aufstocken, weil jene bereits im Landespokal spielten? Da passt doch was nicht!? Diese Regularien sollten im Sinne der Fairness und der Sportlichkeit überdacht werden.



Andreas Dumke

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