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Usedom Staatsanwaltschaft bestätigt: Türsteher Dag S. tot auf Usedom gefunden
Vorpommern Usedom Staatsanwaltschaft bestätigt: Türsteher Dag S. tot auf Usedom gefunden
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15:29 10.05.2019
Die Staatsanwaltschaft bestätigt: Dag S. wurde tot in Swinemünde entdeckt. Quelle: privat
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Swinemünde/Ahlbeck

Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat bestätigt, dass der deutsche Staatsbürger Dag S., der auf der Insel wohnte, am Mittwochvormittag kurz vor Swinemünde auf einer Müllkippe in Przytór an der Schnellstraße nach Stettin tot aufgefunden wurde. Es liege laut Staatsanwaltschaft der Verdacht einer Straftat nahe.

Laut lokalen polnischen Medien soll Dag S. von einem Taxifahrer gefunden worden sein, der zunächst glaubte, dass der Mann schliefe. Er habe versucht, ihn zu wecken und dann bemerkt, dass der Mann tot war. Es soll Verletzungen am Körper gegeben haben.* Zunächst war behauptet worden, es habe Schussverletzungen am Kopf gegeben. Diese Behauptung war jedoch nicht richtig, wie die polnische Polizei und die hiesige Staatsanwaltschaft sagten.

Der Mann (60), der aus Greifswald stammt, war Inhaber einer Sicherheitsfirma auf Usedom und durch seine Tätigkeit als Türsteher namhafter Diskotheken und Bars weit über die Insel hinaus bekannt. Die Todesnachricht verbreitete sich daher wie ein Lauffeuer in der Region.

Auto des Toten durch Polizei abgeholt

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund, Martin Cloppenburg, bestätigte sowohl den Leichenfund als auch die Angaben zur Person des Getöteten. Auf einem Parkplatz in Ahlbeck am Rewe-Markt (früher Sky) war am Mittwochabend das dort geparkte Auto des Mannes durch die Polizei abgeholt worden.

Da sich laut Cloppenburg nach jetzigem Kenntnisstand der Tatort auf der polnischen Seite der Insel Usedom befindet, werden die Ermittlungen zum Tathergang durch die polnische Polizei geführt. „Da es sich aber um einen deutschen Staatsbürger handelt, ermitteln auch wir“, sagt Cloppenburg. Die Kriminalpolizeiinspektion Anklam kooperiere dazu mit den Kollegen vor Ort in Swinemünde.

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Weltmeister und Betreiber eines Fitnessstudios

Der Getötete war vielen in der Region auch durch seine sportlichen Erfolge im Kraftsport/Bankdrücken bekannt, die noch zu DDR-Zeiten in Greifswald begannen. In früheren Jahren holte er sogar Weltmeistertitel. Außerdem trainierte er jahrelang mit weiteren Weltmeistern in der Hansestadt als Übungspartner. So half er 2010 Fredy Jahnke aus Gützkow, sich intensiv auf den Weltmeistertitel vorzubereiten.

Gleich nach der Wende gründete er in Greifswald in der Anklamer Straße über dem Opel Autohaus eines der ersten Fitnessstudios in der Hansestadt und hatte damit zunächst unternehmerischen Erfolg. Der Zuspruch war groß. Später musste das Fitnessstudio Insolvenz anmelden. Es heißt, Dag S. sei von seinem Partner übers Ohr gehauen worden. Der Mann verlegte dann seinen Lebensmittelpunkt auf die Insel Usedom. Allerdings soll Dag S. dann im Laufe der Jahre mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein.

Wenn es sich bestätigen sollte, dass der Mann ermordet wurde, ist es bereits das zweite große Verbrechen Fall innerhalb weniger Wochen auf der beliebten Urlaubsinsel. Erst Mitte März war im Ostseebad Zinnowitz die schwangere 18-jährige Maria K. erstochen worden. Die beiden mutmaßlichen Täter, zwei junge Männer (19 und 21 Jahre) aus ihrem Bekanntenkreis, sitzen derzeit in Untersuchungshaft in Neustrelitz und Stralsund.

Die Polizei sucht mit mehreren Tauchern an der Seebrücke in Zinnowitz nach der Tatwaffe im Fall Maria K.

Anmerkung der Redaktion:

* Die in unserem ersten Bericht genannten Schussverletzungen an dem Mann haben die Staatsanwaltschaft und die polnische Polizei nicht bestätigt.

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Cornelia Meerkatz

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