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Usedom Stets neue Höhepunkte in Ostseeschule Ückeritz
Vorpommern Usedom Stets neue Höhepunkte in Ostseeschule Ückeritz
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11:08 28.03.2019
Die Ostseeschule Ückeritz hat seit fünf Jahren sogar einen Schulhund namens Bruno, der auch schwierigste Kinder schon zur Ruhe brachte. Quelle: Archiv/Angelika Gutsche
Ückeritz

Die Ostseeschule Ückeritz feiert ein besonderes Jubiläum: Parallel zum täglichen Unterricht wird der 90. Geburtstag der Bildungseinrichtung vorbereitet. Während schon jetzt ständig kleinere Veranstaltungen das Jubiläum begleiten, soll während der Ostseewoche im Juni an drei Tagen das eigentliche Ereignis in den Mittelpunkt gestellt werden.

Auch Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph (CDU) ließ verlauten, dass er kommen werde, „falls nicht ein anderer wichtiger Termin dazwischen kommt“. Das Vorwort für die aktuelle Schülerzeitung „Ückeritzer Welle“ hat er mit Blick auf das Festjahr schon mal geschrieben. Darin heißt es unter anderem: „Heute ist die Ückeritzer Ostseeschule ein Hort von Werten, die wir gemeinsam in uns tragen. Sie entspringen unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung in Deutschland.“ Als positives Beispiel nennt er besagtes Schülermagazin als einen Spiegel der Schulabläufe.

Das Bild zeigt die frühere Schulleiterin Elke Mentel mit den Schülern Simon und Samira. Quelle: privat

Auch Schulleiter Peter Biedenweg freut sich auf das Jubiläum. Im Jahr 2000 übernahm er die Leitungsgeschäfte von Elke Mentel, die nach der Wende zunächst kommissarisch und ab 1992 dann hauptamtlich bis zu ihrem Renteneintritt die Geschicke der Bildungseinrichtung gelenkt hatte. Die Ückeritzerin geht bis heute gerne den Weg von ihrem Haus am Sportplatz vorbei bis zur Schule und erinnert sich: „Früher waren wir vorwiegend im alten Gebäude. Das reichte damals aus.“

Lange Schulwege gehören leider zum Alltag

Inzwischen hat sich dies grundlegend geändert. Der Einzugsbereich der Schule erstreckt sich über einen Radius von 30 Kilometern bis ins Hinterland der Insel Usedom. Um nach Ückeritz zum Unterricht zu kommen, nehmen jene der insgesamt 309 Schüler, die in kleinen Ortschaften wohnen, bis zu einstündige Bahn- und Busfahrten auf sich. Bei einem um 7.25 Uhr beginnenden Schultag müssen manche schon gegen 5 Uhr aufstehen. „Ich habe mit der Usedomer Bäderbahn über andere Fahrzeiten gesprochen, doch man sagte mir, da sei nichts zu machen“, bedauert Peter Biedenweg. Zum Glück liegt die Ückeritzer Bahnstation direkt neben dem Schulgebäude.

Die Ostseeschule ist beliebt – und war dies in all den Jahren. Biedenweg umschreibt seine Schule üblicherweise mit einem Bild aus der Seefahrt: „Die Passagiere buchen die Ostseekogge auf jeden Fall gerne. Für viele Schülerinnen und Schülern gehört das Schiff zu ihrem Leben. Ich habe das früher, als ich hier selbst zur Schule ging, oft anders gesehen. Aber heute ist die Schule halt für viele die einzige Möglichkeit, Freunde wieder zu treffen.“

Zukunftsprogramm für Ostseeschule ist in Arbeit

90 Jahre sind ein beträchtliches Alter. Die Frage ist, was wird in zehn Jahren sein, wenn die Schule 100 Jahre alt wird? Wohin wird sich die Ostseeschule entwickeln? Derzeit arbeiten Lehrer, Eltern und Schüler am neuen Schulprogramm für die kommenden zehn Jahre. Biedenweg: „Die Schule befand sich zu allen Zeiten im stetigen Wandel, ist immer in Bewegung und passt sich an gesellschaftliche Gegebenheiten und Notwendigkeiten an.“

Peter Biedenweg leitet die Ostseeschule in Ückeritz. Quelle: privat

Derzeit kümmern sich an der Ostseeschule 25 Lehrer darum, den Schülern der Klassen 5 bis 10 das nötige theoretische und manch praktisches Rüstzeug für das spätere Leben mit auf den Weg zu geben. Dies geschieht in vielfältiger Weise. Genannt seien nur der spielerische Englisch-Wettbewerb „Big Challenge“, diverse Sportwettkämpfe, Mathematik-, Physik- und Chemie-Olympiade sowie die regelmäßigen Lesewettbewerbe. Hinzu kommen die beliebten Klassenfahrten und zum Beispiel die vor drei Jahren eingeführten Bildungsreisen zum ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz in Polen. Was ebenfalls wichtig ist, sind Informationen für alle. Erwähnt seien hier die halbjährlich stattfindenden Elternsprechtage, der Grundschultag und der Tag der offenen Tür sowie pädagogische und sonderpädagogische Informationen und Beratungen durch die Sozial- und Sonderpädagogin.

Rainer L. Hein

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