Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Schäden an Zempins Küste
Vorpommern Usedom Schäden an Zempins Küste
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:51 02.01.2019
Teile der sogenannten Opferdüne in Zempin wurden am Mittwoch durch das Sturmtief abgetragen. Quelle: Stefan Sauer
Anzeige
Zempin/Bansin/Wolgast

Sturmtief „Zeetje“ sorgte zum Jahresanfang auch in unserer Region für einige Schäden. Besonders hart traf es erneut die Zempiner Küste, die bereits bei der verheerenden Sturmflut vor knapp zwei Jahren schlimme Schäden davontrug. Die gegenwärtig in Zempin laufenden Küstenschutzarbeiten mussten am Mittwoch sogar unterbrochen werden, weil meterhohe Wellen gegen die Küste schlugen. Der im vergangenen Jahr mühsam aufgeschüttete Strandsand wurde zurück ins Meer gerissen. Die sogenannte „Opferdüne“, die gegenwärtig aufgeschüttet wird, um den Hochuferweg vor der nächsten Sturmflut zu schützen, wurde dabei arg in Mitleidenschaft gezogen. Von zahlreichen Treppen war ein Zugang zum Strand nicht mehr möglich, weil der Sturm das Wasser bis an die Küste gedrückt hatte. „Ich hoffe, dass der Hochuferweg nicht gefährdet ist. Große Schäden habe ich nicht gesehen“, sagt Zempins Bürgermeister Werner Schön. Mit der „Opferdüne“ sollen der Hochuferweg, der Campingplatz sowie der Fischereistandort geschützt werden. Die Aufschüttung in Zempin kostet rund 550 000 Euro. Zu 90 Prozent wird das laufende Bauvorhaben vom Bund unterstützt. Bis zur Saison 2019 sollte die Maßnahme abgeschlossen sein.

Für den Zempiner Wolfgang Ziegler ist das keine Lösung: „Der heftige Sturm, der aus Richtung Nordwest gegen die Ostseeküste fegte, richtete bei uns erneut schwere Schäden an. „Dieser Schaden hat erneut gezeigt, dass ein effektiver Küstenschutz allein durch das Aufschütten von Sand keine dauerhafte Lösung für die Küste in diesem Bereich sein kann.”

Von einem großen Schaden im Bernsteinbad wusste Matthias Wolters, Amtsleiter des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt in Vorpommern, gestern nichts. „Natürlich ist damit zu rechnen, dass dort die Küste erheblich strapaziert wird. Allerdings betrifft das keine Küstenschutzanlage, so dass wir erstmal gelassen sein können. Ein Mitarbeiter wird in den nächsten Tagen nach Zempin fahren und schauen, ob kurzfristige Maßnahmen notwendig sind“, kündigte Wolters an.

Eine Böe legte das Zelt um

Aufregung gab es am Mittwochmorgen auch am Bansiner Strand: Nahe des Hauptzuganges hatten sich Teile des Festzeltes durch den Sturm gelöst und waren mitsamt der Stangen auf die Dünen hinter die Bansiner Kurmuschel geflogen. Nach Polizeiangaben wurde niemand verletzt. Mitglieder der Feuerwehren Heringsdorf und Ahlbeck waren im Einsatz. Eigentümer Holger Ehlert sprach gestern von einem „Totalschaden. Der Schaden liegt bei 200 000 Euro.“ Bis 18 Uhr waren am Neujahrstag noch Gäste im Zelt. „Danach wurde aufgeräumt. Nachts um 3 Uhr bekam ich einen Anruf, dass das Wasser Stück für Stück näher kommt. Bis halb acht waren wir vor Ort, um alles zu sichern. Dann rückten wir ab. Eine Stunde später legte eine Windböe das Zelt um“, so Ehlert.

Mit dem Sturmtief mussten gestern auch die Wolgaster kämpfen. „Land unter“ hieß es vor allem am Museumshafen. Die hölzerne Amazonenbrücke war teilweise überschwemmt und nicht begehbar. Die Anglergaststätte im Dreilindengrund war trockenen Fußes nicht mehr zu erreichen. Durch das geöffnete Hoftor sah es aus, als schwimmen die Boote in Richtung Stadt.

Schäden in Zempin, Bansin, Ahlbeck und Wolgast

Henrik Nitzsche

Der Schneewinter 1978/79 brachte für viele OZ-Leser unvergessliche Erlebnisse. Ein Zinnowitzer erinnert sich an spektakuläre Fotos, in Klein Jasedow wurde eine Frau mit dem Hubschrauber zur Entbindung gebracht. Hier erinnern sich die beiden.

02.01.2019

Am Neujahrstag lud das Ostseebad Karlshagen zum traditionellen Eisbaden ein. 107 Hartgesottene planschten in der fünf Grad kalten Ostsee – sehr zum Vergnügen der vielen Hundert Zuschauer.

01.01.2019
Usedom Wolgaster erklärt Austritt - Daniel Staufenbiel verlässt Linke

Der Linken-Politiker Daniel Staufenbiel hat am 29. Dezember seinen Austritt aus der Partei erklärt. Der Parteivorstand im Kreis und im Land habe ihn maßlos enttäuscht.

01.01.2019