Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Test bestätigt: Wolf hat Schafherde auf Usedom angegriffen
Vorpommern Usedom Test bestätigt: Wolf hat Schafherde auf Usedom angegriffen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:05 04.12.2019
Der Wolf ist wieder in MV. Quelle: Carsten Rehder/dpa (Symbolfoto)
Anzeige
Schwerin/Usedom

Für den Riss eines Schafs auf der Insel Usedom vor zwei Wochen ist ein Wolf verantwortlich. Das hat die Untersuchung des Senckenberg Forschungsinstituts bei Frankfurt/Main ergeben, wie das Agrarministerium in Schwerin am Mittwoch mitteilte. Ob es sich, wie anfangs vermutet, um den aus Schleswig-Holstein eingewanderten Problemwolf „GW924m“ handelt, konnte noch nicht geklärt werden.

Die eingesandten Proben des gerissenen Schafs seien verunreinigt worden. An dem Kadaver habe nach dem Wolf vermutlich ein Fuchs gefressen und seine DNA-Spuren ebenfalls hinterlassen. Um zu klären, ob sich der Problemwolf weiter in Mecklenburg-Vorpommern aufhält, wurde nach Ministeriumsangaben die Analyse weiterer Proben des getöteten Tieres in Auftrag gegeben.

Problemwolf kam aus Schleswig-Holstein

Mehrere Sachverständige hatten nach dem Angriff auf die Schafherde in Görke auf Usedom den Verdacht geäußert, dass „GW924m“ zugeschlagen haben könnte. Der Wolf weise ein charakteristisches Rissbild auf, dem die auf Usedom vorgefundenen Biss- und Fraßspuren ähneln.

Bislang waren Wolfsangriffe auf Usedom nicht bekannt, Hinweise auf Wölfe gab es jedoch schon. Daher gehört die Insel seit 2018 zum Wolfsgebiet in Mecklenburg-Vorpommern. Ausnahmen im Land sind nur noch die Inseln Rügen und Poel. Usedom ist über zwei Brücken in Wolgast und bei Anklam mit dem Festland verbunden.

Lesen Sie auch:

Von dpa/RND

Usedom Haushaltsicherungskonzept beschlossen Ist Lassan in fünf Jahren schuldenfrei?

Die kleine Stadt am Peenestrom könnte von einer Entschuldung im Rahmen des Finanzausgleichsgesetzes profitieren. Bedingung: Die Grundsteuer A wird erhöht.

04.12.2019

Am Mittwoch wurde erneut die Mutter der getöteten Leonie aus Torgelow vor Gericht befragt. Sie beschrieb detailliert die Familienverhältnisse. Für den Anwalt der Mutter ist klar: Leonie starb durch Gewalt, aber nicht durch die der Mutter.

04.12.2019

Am Mittwoch ist die 25 Jahre alte Mutter der toten Leonie aus Torgelow bereits zum vierten Mal als Zeugin vor dem Landgericht Neubrandenburg geladen. Die Frage lautet: War der Stiefvater gewalttätig gegenüber Kindern?

03.12.2019