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Usedom Theater in Zinnowitz: Das sind die Neuen
Vorpommern Usedom Theater in Zinnowitz: Das sind die Neuen
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14:11 05.10.2019
Der 20. Studiengang wurde am Samstag in Zinnowitz feierlich immatrikuliert. Traditionell bekommen alle ein Theaterbrett. Quelle: Henrik Nitzsche
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Zinnowitz

„Theater spielen zu können, ist ein Privileg. Erzählt Geschichten, die ins Herz und Hirn gehen.“ Das gibt Oliver Trautwein, Ausbildungsleiter Schauspiel der Theaterakademie Vorpommern, den elf Eleven am Samstag in der Zinnowitzer „Blechbüchse“ mit auf den Weg. Der Weg bedeutet eine vierjährige duale Ausbildung, die mit der feierlichen Immatrikulation begonnen hat. Bislang haben 137 Eleven die Ausbildung erfolgreich absolviert. Die neuen Studenten, übrigens der 20. Studiengang, kommen unter anderem aus Dresden, Magdeburg, Anklam, Bautzen, Freiberg und Swinemünde. Und sie kommen auf die Bühne in einer Zeit voller gesellschaftlicher Umbrüche, wie der Schulleiter der Theaterakademie, Wolfgang Bordel, anmerkt. „Wir haben eine wichtige Aufgabe. Dafür braucht es im Theater viel Handwerk“, so Bordel.

Vierte Studienjahr geht in die Praxis

Die haben ihr Handwerk gelernt – die Studenten des vierten Studienjahres, die am Samstag in das theaterpraktische Jahr an der Vorpommerschen Landesbühne entlassen wurden. Ihre Fotos mit den Unterschriften zieren jetzt den Flur der Akademie. Sie sind nun Mitglieder des Ensembles und bereiten sich auf ihren weiteren Berufsweg vor. Sie haben längst die Bühne erobert, die nun vor den Ersties steht. Und wie es sich an der Akademie gehört, bekommen die angehenden Schauspieler ein Theaterbrett mit ihrem Namen. Ein Brett, was man sich nicht vor dem Kopf nageln sollte. Nein, es ist die erste Bühne, auf der man steht.

Die hat eine besondere Bedeutung, so Intendant Martin Schneider. „Zu jeder Zeit wird Theater gebraucht, zu jeder Zeit sehen die Menschen auf die Bühne und suchen Antworten auf aktuelle Fragen. Euer Auftrag wird es sein, diese Antworten zu finden. Sie abzuholen, zum Lachen und Weinen zu bringen.“

Einer, der das will, ist Ernest Bruno. Der 23-Jährige lebte viele Jahre in Köln, seit 2015 ist er in Swinemünde zu Hause. „Meine Eltern sind in Polen geboren“, erklärt Ernest. Theater will er spielen, langfristig zieht es ihn aber zum Fernsehen. „Filme und Serien, mal schauen“, so der Swinemünder, der nach einem halben Jahr Australien und einem Jahr als Hotelkaufmann im „Ahlbecker Hof“ nun Rollen lernen will. Sein Favorit: „James Bond zu spielen, das wäre was.“ Ob die Zinnowitzer das auf den Spielplan bringen, mal abwarten! Liebeskomödien, die den Swinemünder auch reizen, dürften da schon eher was sein für die vorpommersche Theaterzunft.

Von Henrik Nitzsche

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