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Usedom Ückeritz: Streit um Grundstücksgrenzen
Vorpommern Usedom Ückeritz: Streit um Grundstücksgrenzen
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06:00 08.12.2018
Die Parzellen an der ückeritzer Mühlenstraße sind vergeben, doch der Verlauf einiger Grenzen ist weiterhin strittig. Quelle: Henrik Nitzsche
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Ückeritz

Seit einigen Jahren plagt die Gemeinde Ückeritz ein Thema: Der Bebauungsplan an der Mühlenstraße. Eigentlich ist der Plan schon seit langem rechtskräftig. Doch die Situation dort ist verfahren: Sieben Grundstückseigentümer haben dort eine Parzelle erworben und wollen mit dem Bau von Einfamilienhäusern beginnen. Doch schon jetzt gibt Streitigkeiten zwischen den künftigen Nachbarn. Zwei aneinandergrenzende Gründstücke sorgen für Ärger. Die jeweiligen Besitzer konnten sich bisher nicht über eine gemeinsame Grundstücksgrenze einigen.

Vor einiger Zeit hat sich die Gemeinde dieser Probleme angenommen. Da auch mit ihrer Hilfe keine Einigung erzielt werden konnte, leiteten die Gemeindevertreter ein Umlegungsverfahren ein, welches sie trotz des Widerspruchs der meisten betroffenen Grundstückseigentümer umsetzte. Im Zuge dessen wurde ein Ausschuss gebildet, der aus zwei Gemeindevertretern sowie mehreren Fachleuten besteht, die sich mit den rechtlichen Angelegenheiten dieses Nachbarkonflikts auseinandersetzen. Unabhängige Gutachter haben im Rahmen des Verfahrens den genauen Verlauf der Grenzen des Baulandes an der Mühlenstraße festgelegt. Die Grenzen zwischen den Grundstücken allerdings sind noch immer Streitthema, zumindest zwischen zwei der sieben Parteien.

„Ausschuss hätte eher aktiv werden müssen“

Zwei Mal tagte der Umlegungsausschuss bislang, zuletzt im Mai diesen Jahres. Obwohl längst nicht alle Fragen rund um das Baugebiet in Ückeritz strittig sind, verhielt sich der Ausschuss lange Zeit passiv. „Hier wurde meiner Meinung nach viel zu zurückhaltend agiert“, meint Marco Biedenweg, Gemeindevertreter der Gemeinde Ückeritz. „Bei der Erteilung der Baugenehmigungen hätte der Ausschuss eher aktiv werden müssen, um den Leuten das Bauen zu ermöglichen.“ Damit verweist der Gemeindevertreter auf eine in den Baugenehmigungen verankerte Auflage, die besagt, dass sich die einzelnen Grundstückseigentümer zusätzlich zur Genehmigung ein finales „Ok“ vom Ausschuss einholen müssen.

Das gesamte Umlegungsverfahren, so René Bergmann, leitender Verwaltungsbeamter vom Amt Usedom Süd, habe die Gemeinde Ückeritz bis dato 11 200 Euro gekostet. Letztlich, das zeigte sich auf der Gemeindevertretersitzung vergangenen Dienstag in Ückeritz, ist vielen Bewohnern der Gemeinde, vor allem aber den Grundstückseigentümern, unklar, warum dieses Verfahren überhaupt eingeleitet wurde. Für eine Klärung der Konflikte der verzwickten Lage an der Mühlenstraße diente es den Bauherren bislang nicht. Auch Bergmann ist überzeugt, dass der Ausschuss nicht im Rahmen seiner Möglichkeiten gehandelt hat. „Deshalb haben wir in der Gemeindevertretung beschlossen, dem Ausschuss seine Vollmacht wieder zu entziehen und selbst über die Zustimmungen zu etwaigen Baugenehmigungen zu entscheiden“, so Bergmann.

Kein Ende des Konflikts in Sicht

Die Abstimmung durch die Gemeindevertretersitzung sei demnach eine Entscheidung für die bauwilligen Bürger und gegen einen weiteren Rechtsstreit, dem man damit zuvorkomme. Von den sieben Eigentümern mit jeweils einer Parzelle Land an der Mühlenstraße hat bislang erst einer die endgültige Genehmigung zum Bauen. Eine weitere Partei hat sie beantragt und in diesem Rahmen das gemeindliche Einvernehmen erhalten, sagt Gemeindevertreter Biedenweg. Er geht davon aus, dass auch die drei Eigentümer, bei denen die Grundstücksverhältnisse unstrittig sind, demnächst eine Baugenehmigung beim Landkreis beantragen werden. Wann sich jedoch der Konflikt zwischen den zwei verbleibenden Streitparteien entscheidet, sei weiterhin unklar.

Flemming Goldbecher

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