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Usedom Unruhe auf der fusionierten Gryfia-Werft
Vorpommern Usedom Unruhe auf der fusionierten Gryfia-Werft
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06:30 29.04.2014
Unruhen auf der Reparaturwerft
Unruhen auf der Reparaturwerft Quelle: Michal Barkas
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Swinemünde

Erneut gibt es Unruhen auf der polnischen Gryfia-Reparaturwerft. Die Gewerkschaften beschweren sich, dass der Vorstand die bestehenden Bestimmungen, die beim Zusammenschluss beider Betriebe in Stettin und Swinemünde getroffen worden sind, nicht einhalten würde. Ihrer Meinung nach wolle der Vorstand seine gewinnbringenden Produktionsabteilungen an externe Outsourcing-Firmen veräußern. Es gebe schon erste Entlassungen. Wenn sich die Vorgehensweise des Vorstands nicht bald ändert, drohen die Gewerkschafter mit einem Massenprotest.

Für die Werftarbeiter ist der Verkauf von Werft-Grundstücken besonders besorgniserregend. Der Vorstand möchte 25 Hektar in Swinemünde verkaufen. Dank dessen würde der Betrieb eine niedrigere Immobiliensteuer zahlen. Die erste Ausschreibung hat nichts gebracht, es wurde schon eine zweite eröffnet. Das Gleiche geschah auch in Stettin.

„Infolge des Zusammenschlusses ist es gelungen, Einsparungen zu erzielen, indem die Werftfläche von 40 auf sechs Hektar verringert wurde, ohne dem Betrieb einen operativen Schaden zuzufügen. Im Endeffekt sind die Beiträge für Immobiliensteuer von etwa 400 000 auf etwa 80<TH>000 Zloty monatlich gesunken“, argumentiert der Geschäftsführer Leslaw Hnat.

Pläne eines Beitritts zur Polnischen Rüstungsgruppe (PGZ) werden die Situation womöglich beruhigen. Darüber hat der Marschall Westpommerns, Olgierd Geblewicz, neulich gesprochen. Seiner Meinung nach könne die Werft von Aufträgen seitens der polnischen Armee stark profitieren.

 

 

 

 

 

 



Radek Jagielski