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Usedom Unternehmer, Politiker und Bürger im kritischen Dialog
Vorpommern Usedom Unternehmer, Politiker und Bürger im kritischen Dialog
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00:13 24.04.2014
Werner Kuhn (links) und Matthias Lietz besuchten unter anderem den hochmodernen Rinderstall in Hohendorf.
Werner Kuhn (links) und Matthias Lietz besuchten unter anderem den hochmodernen Rinderstall in Hohendorf. Quelle: ek
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Wolgast

Auswirkungen der EU auf Kommunen, Unternehmen und Agrarbetriebe diskutierten jetzt in Wolgast Europa-Abgeordneter Werner Kuhn sowie Bundestagsmitglied Matthias Lietz (beide CDU) mit Unternehmern, Kommunalpolitikern und Bürgern. Die Wolgaster Hafenentwicklungsgesellschaft peilt einen Güterumschlag von jährlich 600 000 Tonnen an. Wichtiges Vorhaben für Stadt und Hafenanbindung sei der erste Bauabschnitt für eine Ortsumgehung der Stadt, der zunächst von der Verlängerung der Bahnhofstraße bis zur Anbindung Südhafen/Peene-Werft reichen soll, berichteten WHG-Chef Helmut Heinz und Bürgermeister Stefan Weigler. Vor allem die Kommune verspricht sich von dem Projekt eine Entkrampfung des Dauerstaus in den Sommermonaten. Kuhn informierte, dass die Brüsseler Fördermöglichkeiten in der Periode bis 2020 immerhin noch bei 86 Prozent der bisherigen Summe liegen würde — damit könne MV mit rund 2,28 Milliarden Euro von der EU rechnen.

In der EMP Pulverbeschichtung GmbH sprach Geschäftsführer Mario Michalk über volle Auftragsbücher. Nachdem er sich den Qualitätsprüfungen der brancheninternen Gütegemeinschaft für Stückgutbeschichtungen unterzieht und kräftig investierte, wird er die Anzahl der Mitarbeiter von zwölf auf 20 erhöhen. Die Firma produziert in geschlossenen Kreisläufen, das Abwasser wird bis zum Reinstwasser geklärt und ständig wiederverwendet.

Die Peeneland Agrar GmbH Hohendorf ist ein Familienunternehmen, in dem 800 Rinder in einem modernen Stall gehalten werden. Die Seitenwände der Ställe können automatisch angehoben werden, so dass die Tiere unter optimalen Bedingungen leben. Die Familie von Geschäftsführer Bernhard Kowolik bekennt sich ausdrücklich dazu, dass sie Bauern sind. Indes: Eine Landwirtschaft, in der auf 500 Hektar Mais angebaut wird, um ein Megawatt Bioenergie zu erzeugen und die Förderung abzuziehen, sei mit ihnen nicht zu machen.

In der Diskussion am Abend ging es heiß her — die Bürger im vollen Saal interessierten sich unter anderem für den Erhalt des Flughafens Heringsdorf, schleichende Entindustrialisierung, die Verkehrssituation in der Region und den Tourismus. Vize-Landrat Jörg Hasselmann plädierte dafür, dass es in der kommenden Legislaturperiode unbedingt einen Tourismusausschuss geben müsse.



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