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Usedom Hier wird die Koserower Seebrücke in ihre Einzelteile zerlegt
Vorpommern Usedom Hier wird die Koserower Seebrücke in ihre Einzelteile zerlegt
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14:49 27.11.2019
Am Dienstag war ein Baggerfahrer damit beschäftigt, die Seebrücke in Koserow abzureißen. Quelle: Hannes Ewert
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Koserow

Zigtausende Einheimische und Urlauber gingen in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten auf der Koserower Seebrücke spazieren. Sie verbinden zum Großteil schöne Erinnerungen mit dem Bauwerk: imposante Sonnenuntergänge, schöne Fotos, ruhige Momente, aufregende Küsse, den Heiratsantrag vom Liebsten oder nur das Feierabendbier. Nun ist das Bauwerk Geschichte: Am Dienstag wurde mit dem Abriss des vorderen Teiles des Wahrzeichens begonnen.

Die Abrissarbeiten der Koserower Seebrücke auf Usedom schreiten voran.

Eine holländische Firma zerlegte mit ihrem Spezialbagger das Bauwerk in seine Einzelteile. Erst am vergangenen Wochenende verabschiedeten sich viele Einheimische wie Touristen von der alten Seebrücke; und zwar mit einem letzten Bummel bis zur Absperrung. Zwei Jahrzehnte war sie beliebter Treff- und Aussichtspunkt. Dann hatten ihr Wind und Sturm, Wellen und Eisgang so weit zugesetzt, dass die Sicherheit der Passanten nicht mehr gewährleistet war. Im August 2013 wurde das Bauwerk für die Öffentlichkeit gesperrt. Es folgten Jahre der teilweisen Stilllegung, immer versehen mit der Hoffnung, bald eine moderne, sichere und behindertengerechte Nachfolgerin zu bekommen.

Jede Minute wird festgehalten

Kurdirektorin Nadine Riethdorf war übrigens mit dem Verlauf der Seebrücken-Abrissparty am vergangenen Wochenende sehr zufrieden. „Uns erreichten noch Zuschriften von Urlaubern. Sie sagten, dass sie stundenlang auf dem Fest waren, um sich von dem Bauwerk zu verabschieden.“

Die neue Seebrücke soll für 7,2 Millionen Euro bis zum Ende der nächsten Urlaubssaison fertig sein. Unter anderem ist ein Sonnenuntergangskino geplant. Zum Vergleich: Die alte Seebrücke kostete damals „nur“ rund eine Million D-Mark. Die neue Seebrücke wird finanziert aus europäischen Mitteln.

Von Hannes Ewert

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