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Usedom Zuckertüten für 381 Abc-Schützen
Vorpommern Usedom Zuckertüten für 381 Abc-Schützen
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16:11 10.08.2019
Freuen sich am Montag auf ihren ersten Schultag in Koserow: Inga, Taya und Antonia (v.l.). Quelle: Henrik Nitzsche
Koserow

Am Samstag wurden in der Region in zwölf Schulen insgesamt 381 Erstklässler eingeschult. Die meisten Kinder wurden in der Grundschule Wolgast in der Baustraße begrüßt. Hier waren es 83 Jungen und Mädchen.

Für die 34 Abc-Schützen der Koserower Vinetaschule begann der aufregende Tag in der Sporthalle. Dort gab es ein kleines Programm sowie Geschenke von den vier Bürgermeistern der Inselmitte sowie eine Sonnenblume. Danach konnten die Kleinen mit ihren Ranzen – im Design von Star Wars über T-Rex, Viper bis hin zu rosafarbenen Schmetterlingen und Pferden – das erste Mal im Klassenzimmer Platz nehmen. Neben Schulbüchern und einem Stundenplan gibt es für jeden Schüler einen Zahnputzbecher inklusive Pasta und Zahnbürste.

Für Katja Fetscher ist es mittlerweile die fünfte erste Klasse, die sie übernimmt. „Aufgeregt bin ich immer noch“, sagt die Lehrerin, die ihre Schützlinge der 1 b mit einem kuscheligen Tierchen begrüßt. Ronny, der Rabe, übernimmt kurzzeitig das Zepter in der ersten verkürzten Schulstunde, bevor die Eltern endlich die Zuckertüten an die Kleinen verteilen können. Antonia Wöllner (6) sitzt in der ersten Reihe neben Inga Bode (6). Antonia freut sich am meisten auf Sport, während ihre Nachbarin Kunst favorisiert.

Hurra, die Schule beginnt!

 

Beides steht am Montag aber noch nicht auf dem Stundenplan – Deutsch, Mathe, Mathe, Werken und Musik gibt es zum Auftakt. Daran denkt Antonia aber noch nicht, denn jetzt ist die Zuckertüte dran. Gefüllt ist sie mit Süßigkeiten, einer Brotbüchse, Schulmaterial und Plüschtier, einem sogenannten „Sorgenfresserchen“. Mund auf! Reißverschluss zu! Sorgen weg! Mal schauen, ob es funktioniert.

63 Erstklässler in Heringsdorf

Heringsdorfs Grundschulleiterin Grit Vehreschild begrüßte am Samstag 63 neue Erstklässler zur Einschulungsfeier im Kaiserbädersaal. Sie tat dies auch im Namen ihrer 21 Kolleginnen und Kollegen sowie der 208 Schülerinnen und Schüler der Klassen 2 bis 4.

Die fein herausgeputzten Schulneulinge kommen sowohl aus den Kaiserbädern als auch aus den umliegenden Gemeinden, von Korswandt über Reetzow bis Pudagla. Während der Rede der Schulleiterin rutschten die Kleinen unruhig auf ihren Stühlen hin und her. Manche Jungs hatten schicke Hüte auf dem Kopf und einige Mädchen Blütenkränzchen in den Haaren. Es war ja auch ein ganz besonderer Tag für die Sechsjährigen, denn „Schulanfang ist wie Ostern und Weihnachten“, betonte Grit Vehreschild.

Sie hob die Leitmotive der Schule „Gemeinsam, Vielseitig, Unterstützend“ hervor und rief dazu auf: „Bestärken wir sie mit Lob und Anerkennung“. Darüber hinaus sei es ihr wichtig, die Grundwerte wie Toleranz und Respekt vor den Menschen zu vermitteln. Nach der Einschulungsfeier, in der die Viertklässler ein kleines Bühnenstück vortrugen, zogen die Kinder mit Schulranzen und Sonnenblumen über die Seestraße zur Grundschule hinauf. Dort gab es dann in den Klassenzimmern die heiß ersehnten Schultüten.

Usedom: Klassenräume in den Ferien saniert

Die Aula der Usedomer Grundschule war am Samstag so voll, dass noch rasch Stühle herbeigeschafft werden mussten. 27 Abc-Schützen, deren Eltern, Geschwister, Großeltern und zum Teil von weither angereiste Verwandte, hatten sich versammelt, um den großen Tag für die Schulanfänger gemeinsam zu verbringen. Mit herzlichen Worten sind sie von Schulleiterin Kerstin Witt begrüßt worden, die im Interesse der Mädchen und Jungen um ein vertrauensvolles Miteinander von Elternhaus und Schule warb. „Lassen Sie uns Freunde und Partner ihrer Kinder sein, damit das Lernen Spaß macht.“

Für Kerstin Witt war es bereits die 16. Einschulungsfeier unter ihrer Verantwortung. Trotzdem habe sie jedes Mal Herzklopfen, gesteht die Schulleiterin. Ihre Kollegen haben wahrscheinlich bis zu dem Augenblick mitgefiebert, bis die Viertklässler ihr Piraten-Singspiel zur Freude aller mit Bravour und großer Verbeugung vor ihren kleinen Mitschülern beendet hatten.

Die beiden ersten Klassen mit 15 bzw. 12 Kindern werden von Andrea Knöfel und Kerstin Witt unter die Fittiche genommen. Die Stadt hat ihr Versprechen gehalten und in den Sommerferien zwei weitere Klassenräume saniert. Die ortsansässige Firma Jörg Kempke hat nicht nur für freundliche Farben, sondern auch für einen rutschfesten Fußboden gesorgt. Auch für die Hortbetreuung haben die Usedomer eine Lösung gefunden. „In der 5. und 6. Klasse wird eine Hortgruppe hier bei uns im Schulhaus betreut werden. So konnten alle Anträge berücksichtigt werden“, erklärt Kerstin Witt. Bekanntlich plant die Stadt für die außerschulische Betreuung ihrer Grundschüler einen Neubau, der die Räumlichkeiten im unsanierten Altbau ablösen wird.

Außer dem pädagogischen „Stammpersonal“, das aus acht Lehrerinnen und einer Referendarin besteht, werden die Kinder von fünf „abgeordneten“ Fachlehrern für Sachkunde, Werken, Sport, Religion und Musik unterrichtet.

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