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Usedom Usedomer Feinfisch GmbH mit neuem Besitzer
Vorpommern Usedom Usedomer Feinfisch GmbH mit neuem Besitzer
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17:15 20.09.2019
Ein gutes Team seit Jahrzehnten: Bernd und Gudrun Reschke mit Tochter Christin. Quelle: Ingrid Nadler
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Rankwitz

Veränderungen am Rankwitzer Hafen werfen ihre Schatten voraus: Die dort agierende Familie Reschke zieht sich nach Jahrzehnten aus der Unternehmensführung zurück. „Wir haben unsere Gesellschafteranteile an Thomas Pietsch verkauft“, sagt Bernd Reschke und betont in gleichem Atemzug, dass die Usedomer Feinfisch GmbH auf gesunden Füßen stehe und in all ihren Strukturen trotz des Verkaufs existent bleiben wird. So habe man auch die Übernahme sämtlicher Beschäftigten bei den Verkaufsverhandlungen zur Bedingung gemacht.

Während Gudrun Reschke bereits im August aus dem Unternehmen ausgeschieden ist, bleibt Bernd Reschke bis auf Weiteres Pietschs Geschäftsführer, auch Tochter Christin und ihr Schwiegersohn bleiben als Angestellte im Unternehmen beschäftigt. „Wir haben uns jedoch entschieden, nun kürzer zu treten und das Rentenalter ohne Druck zu genießen,“ sagt der Familienvater. Die beiden Enkelkinder sind Reschkes großes Glück.

Mehrere Interessenten für Unternehmen

Als bekannt wurde, dass sich in der gut gehenden Firma mit dem touristisch attraktiven Geschäftsgelände am Rankwitzer Hafen Veränderungen anbahnen würden, habe es mehrere Interessenten und Begehrlichkeiten gegeben, erzählt Reschke. Man habe sich letztlich für Thomas Pietsch entschieden, dem man zutraue, das Unternehmen in ihrem Sinne weiterzuführen. Der 57-jährige Bauingenieur, der in Halberstadt geboren ist und beruflich vor allem in Berlin gewirkt hat, lebt mit seiner Frau seit drei Jahren im Lieper Winkel und fühlt sich hier zu Hause.

„Ich habe gesehen, dass der Hafen in baulicher Richtung weiterentwickelt werden kann und hier noch Potenzial drinsteckt“, sagt Pietsch, der sich seiner Verantwortung als größter Arbeitgeber im Lieper Winkel wohl bewusst ist. „Ich bin deshalb sehr erleichtert, dass Bernd Reschke mir als Geschäftsführer zur Seite stehen wird, damit ein reibungsloser Übergang gelingt.“ Über konkrete Baupläne will Pietsch sich noch nicht äußern. Sie werden nicht die Fischverarbeitung und auch nicht die Fischgaststätte betreffen, die erst vor zwei Jahren von Grund auf modernisiert wurde.

Forellenaufzuchtanlage von Treuhand abgekauft

Für viele Insulaner ist der Rankwitzer Hafen seit Jahrzehnten eng mit dem Namen Reschke verbunden. Die Familie hatte 1989 alles auf eine Karte gesetzt, als sie der Treuhand die damalige Forellenaufzuchtanlage abgekauft hat. Bernd Reschke hatte an der Universität Rostock Meeres- und Fischereibiologie studiert und all sein Fachwissen in den Aufbau und die Weiterentwicklung des Rankwitzer Unternehmens gesteckt. „Seit 1991 haben wir auf eigene Rechnung gearbeitet.“ Die damit verbundene große Herausforderung war nur zu schultern, weil Reschkes Ehefrau Gudrun, von Beruf eigentlich Lehrerin, später ins Unternehmen eingestiegen ist und vor allem den touristischen Geschäftszweig entwickelt hat. So sind seinerzeit mehrere Ferienhäuser errichtet worden, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

Die Usedomer Feinfisch GmbH steht auf wirtschaftlich soliden Füßen. Quelle: Ingrid Nadler

Und auch Verträge mit Reise- und Ausflugsunternehmen zu Wasser und zu Land sind wegen ihrer Initiative zustande gekommen. Auch sie behalten ihre Gültigkeit. Und schließlich hat auch Tochter Christin, die nach erfolgreicher Ausbildung im Hotel- und Gaststättenwesen u. a. in der Schweiz Erfahrungen gesammelt hat, als Restaurantleiterin zum Erfolg des Familienunternehmens beigetragen.

Im nächsten Jahr werden es 40 Jahre sein, die den 65-jährigen Bernd Reschke mit dem Rankwitzer Unternehmen verbinden. Das sind 40 spannende Lebensjahre auf die er, wie er sagt, gern zurückblickt.

Von Ingrid Nadler und Rainer L. Hein

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