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Usedom Verbrühungstod der kleinen Emma wohl nicht vorsätzlich
Vorpommern Usedom Verbrühungstod der kleinen Emma wohl nicht vorsätzlich
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13:21 18.12.2018
Das dreijährige Mädchen starb in der Wolgaster Makarenkostraße an Verbrühungen. Quelle: Tilo Wallrodt
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Wolgast

Nach dem Verbrühungstod der dreijährigen Emma aus Wolgast geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Mutter ihr Kind nicht vorsätzlich in ein zu heißes Bad gesetzt hat. Das rechtsmedizinische Gutachten stütze die Aussage der Mutter, dass es sich um einen tragischen Unfall gehandelt habe, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Sascha Ott am Dienstag.

Demnach gibt es keine Hinweise darauf, dass das Kind gewaltsam im Wasser gehalten wurde. Vielmehr wiesen die Verbrühungsmarken am Körper des Mädchens darauf hin, dass das Kind unmittelbar nach dem Hineinsetzen wieder herausgehoben wurde. Nur wenige Sekunden im bis zu 57 Grad heißen Wasser reichten jedoch aus, um einen Verbrühungstod zu verursachen.

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Mutter findet totes Mädchen

Das Mädchen war Anfang Oktober frühmorgens tot in ihrem Bett gefunden worden. Die Mutter hatte damals angegeben, das Kind am Vorabend in ein heißes Erkältungsbad gesetzt und es später ins Bett gelegt zu haben.

Staatsanwaltschaft prüft Schuldfähigkeit der Mutter

Die Staatsanwaltschaft lässt nun die Schuldfähigkeit der Mutter mit einem psychiatrischen Gutachten prüfen. Dieses soll klären, ob die Mutter die Folgen ihres Handelns überhaupt absehen konnte. Ergebnisse werden Anfang 2019 erwartet. Versäumnisse des Jugendamts, das die Familie seit mehreren Jahren betreut hatte, seien nach derzeitigen Ermittlungsstand nicht erkennbar, sagte Ott.

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RND/dpa

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