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Usedom Vierbeiniger Besuch: DRK sucht Mitstreiter
Vorpommern Usedom Vierbeiniger Besuch: DRK sucht Mitstreiter
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16:01 05.03.2019
Bewohner in Pflegeeinrichtungen freuen sich riesig über die vierbeinigen Besucher. Quelle: Sandy Schröder
Greifswald

 Ob als Animateur, Kuschelpartner oder Abwechslung zum Alltag: Besuchshunde können die verschiedensten Funktionen übernehmen. Bereits vor einem Jahr haben sich der DRK-Kreisverband Ostvorpommern-Greifswald und der Hundesportverein Greifswald zusammengefunden, um mit ehrenamtlichen Hundeführern Kinder- und Pflegeeinrichtungen in der Region zu besuchen. Elf Halter und ihre Hunde wirken heute in der Gruppe mit. „Mit ihnen konnten wir 2018 knapp 30 Einrichtungen besuchen“, sagt Franziska Krause, Sprecherin des DRK-Kreisverbandes. Um in diesem Jahr noch mehr Menschen an dem Angebot teilhaben lassen zu können und das Gebiet bis auf die Insel Usedom auszuweiten, würden nun weitere Mitstreiter gesucht werden.

„Aktuell konzentriert sich die Gruppe, sowohl von den Mitstreitern als auch von den Einsätzen her, auf Greifswald“, erklärt Krause. Das solle sich in Zukunft ändern. Grundsätzlich sei in der Gruppe jeder gern gesehen – egal, ob mit kleinem oder großem Vierbeiner. Ob ein Hund aber überhaupt als Besuchshund geeignet ist, kann Leiterin Sandy Schröder erst im Gespräch mit den Haltern entscheiden. „Wichtig ist, dass sich die Tiere gerne streicheln lassen und die Nähe zum Menschen lieben. Wenn sie noch den ein oder anderen Trick können, umso besser“, sagt sie. Schnappen oder anderweitig aggressives Verhalten seien tabu. Deshalb sei es unerlässlich, dass alle Frauchen oder Herrchen offen und ehrlich mit Schröder darüber reden, was ihr Hund kann und wie er sich verhält.

Training für Mensch und Tier

Mit der Ausbildung zum Besuchshund kann bereits im Welpen-Alter begonnen werden. Auf dem Lehrplan steht dabei vor allem eins: das Herausbilden von Grundgehorsam durch regelmäßiges Gruppentraining. Aber nicht nur die Hunde, auch die Halter müssen einiges lernen – wie man zum Beispiel mit Kindern und älteren Menschen, insbesondere denen die an Demenz erkrankt sind, umgeht. Weiter von Bedeutung sind der richtige Umgang mit Hunden, Kenntnisse in der Kommunikation zwischen Mensch und Hund und Erste Hilfe an beiden. Trainiert wird dafür zwei Mal im Monat. Mit 18 Monaten können die Hunde schließlich ihre Prüfung ablegen.

Sandy Schröder bereitet es große Freude, wenn sie anderen Menschen mit ihrem Hund ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Quelle: DRK-Kreisverband Ostvorpommern-Greifswald

Gegründet wurde die Besuchshunde-Gruppe durch einen lang gehegten Wunsch von Sandy Schröder. Gern wollte sie ihre Liebe zum Tier mit anderen teilen. Nachdem sie beim DRK des Nachbar-Kreises die Besuchshunde-Ausbildung absolvieren und in die Arbeit hineinschnuppern konnte, wusste sie: „Das ist genau das Richtige“. Nur die Fahrten zu Einsätzen im Nachbar-Kreis waren auf Dauer nicht leistbar. Daraufhin empfahl die dortige Leiterin „Bau doch selbst eine Gruppe in Greifswald auf“. Gesagt, getan. So nahm Sandy Schröder Kontakt zum hier ansässigen DRK-Kreisverband auf und der Grundstein für die Besuchshunde-Arbeit in Ostvorpommern war gelegt.

Erinnerungen an den eigenen Hund

Innerhalb eines Jahres ließen sich elf Hunde plus Halter ausbilden – und absolvierten 27 Einsätze in Kindertagesstätten, Schulen und Pflegeeinrichtungen der Region. In Schulen werden die „12 goldenen Regeln“ zum Umgang mit dem Hund vermittelt, in Pflegeeinrichtungen geht es vor allem um Abwechslung im Alltag, die Aktivierung der Bewohner sowie das Trainieren der Motorik. „Natürlich sind die Hunde auch einfach zum Kuscheln und Anfassen da. Viele Bewohner hatten früher selbst einen Hund und dann kommen schöne Erinnerungen an den eigenen Vierbeiner wieder hoch“, erzählt 40-Jährige.

An eine Situation denke sie besonders gerne zurück. „Ich habe eine Dame besucht, die sich kaum noch bewegen konnte. Ihre Verwandten erzählten mir, dass sie Tiere über alles geliebt hat.“ Als Schröder ihre steife Hand nahm und sanft über das Fell ihres Hundes streichelte, hätten die Augen der älteren Frau angefangen zu leuchten. Mit freudigem Hin- und Herwippen auf ihrem Stuhl hätte sie signalisiert, dass sie den Vierbeiner weiter berühren möchte. „In so einem Moment weiß man, dass man das Richtige tut“, erzählt Schröder auch heute noch sichtlich von der Situation berührt.

Pauline Rabe

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