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Usedom Deutsche und polnische Retter üben Ernstfall
Vorpommern Usedom Deutsche und polnische Retter üben Ernstfall
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16:45 23.06.2019
Deutsche und polnische Rettungsschwimmer übten zwei Tage lang in den Kaiserbädern und in Swinemünde den Ernstfall. Dabei ging es auch um die sichere Beherrschung der Technik. Quelle: Dietmar Pühler
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Heringsdorf

Die Badesaison hat kaum begonnen, da sind auch schon die Retter im Dauereinsatz: Die Rettungsschwimmer des DRK, die in den Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin ihren Dienst versehen, mussten bereits fünf Reanimationen ausführen, einmal den Rettungshubschrauber anfordern und bei 36 Personen medizinische Einsätze durchführen. „29 davon haben wir an den Rettungsdienst übergeben“, berichtet Wachleiter Sebastian Antczak. Die Reanimationen seien wie in den Vorjahren zumeist ältere Menschen gewesen, „die noch nicht mal richtig im Wasser waren. Wir wissen hundertprozentig, dass wir in diesem Jahr noch vielfach gefordert werden“, so Antczak.

Bis zu 35 Rettungsschwimmer versehen ihren Dienst auf den insgesamt 13 Rettungstürmen, davon drei Hauptrettungstürme, zwischen Bansin und Ahlbeck. Die Hälfte der Rettungsschwimmer kommt dabei nach Aussage des Wachleiters aus Deutschland, die andere Hälfte aus Polen. Um so wichtiger ist es deshalb, dass man gemeinsam übt, die Ausrüstung und die Technik überprüft und sich fit macht für die Saison.

Retter verständigen sich auf Englisch

Am Wochenende fand eine solche zweitägige Rettungsübung statt. Die Rettungsschwimmer des Deutschen Roten Kreuzes übten mit ihren Kollegen von der Freiwilligen Wasserrettung Stettin (WOPR) im Seebad Heringsdorf im Rahmen eines Interreg-Projektes, um ohne Sprachbarriere retten zu können. „Wir sprechen Englisch zusammen. Englisch ist die Standardsprache in der Wasserrettung“, erläuterte der Heringsdorfer Wachleiter.

Sebastian Antczak Rettungsschwimmer DRK Wachleiter in Heringsdorf auf der Insel Usedom Quelle: Dietmar Pühler

Apoloniusz Kurylczyk, Vizepräsident der Stettiner Wasserrettung, erklärte, dass seine Organisation in Westpommern für 120 Wachtürme entlang der Ostsee sowie für 18 Badestellen an Binnenseen verantwortlich ist. Das Einsatzgebiet umfasst 140 km Ostseeküste. Die Übung in den Kaiserbädern beinhaltete drei Schwerpunkte. In Bansin wurde die Rettung per Boot geübt, in Heringsdorf war die medizinische Station mit 1. Hilfemaßnahmen und Reanimation und in Ahlbeck kamen Rettungsringe, Rettungsbretter, Rettungskajaks und Wurfsäcke zum Einsatz.

Neue Rettungstechnik dank Interreg-Förderung

Wie Sebastian Antczak ausführte, konnte die DRK-Wasserrettung in den Kaiserbädern dank der Interreg-Förderung etliches an Rettungsmaterial anschaffen, darunter Bretter, Kajaks und Bojen. Er machte auch deutlich, dass die Rettungstürme auf der deutschen Seite der Insel Usedom ohne die polnischen Lifeguards nicht auskommen würden. Im Mai waren es 90 junge Polen, die an den Stränden der Kaiserbäder für Sicherheit sorgten. Ein Grund dafür ist auch, dass sie hier bereits mit 16 Jahren eingesetzt werden können, während in Polen ein Mindestalter von 18 Jahren gilt.

Deutsche und polnische Rettungsschwimmer üben den sicheren Umgang mit der Technik. Dazu gehört auch der Jetski. Quelle: Dietmar Pühler

Laut Marek Dominiak, der in Heringsdorf Dienst tut, wird die Technik täglich gecheckt. Vor allem die Jetski müssen immer einsatzbereit sein. Damit zu üben sei ebenfalls sehr wichtig. Denn es gehe nicht darum, möglichst schnell geradeaus zu fahren, sondern so, dass man geschickt den Wellen ausweicht. Dabei sei auch immer die eigene Sicherheit, die des Co-Piloten und die der Badegäste im Auge zu behalten. Die deutsch-polnische Übung endete am Sonntag mit einem gemeinsamen Ernstfalltraining in Swinemünde. Bislang gibt es die gemeinsame Übung nur einmal im Jahr, „doch wir streben künftig an, quartalsweise gemeinsam zu üben“, sagt Sebastian Antczak.

Dietmar Pühler

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