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Usedom Wie Abraham in Wolgast Kindern Mut macht
Vorpommern Usedom

Wie Abraham in Wolgast Kindern Mut macht

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17:00 13.02.2020
Etwa 25 Mädchen und Jungen besuchten an den drei Kinderkirchentagen die Wolgaster St.-Jürgen-Kapelle, um sich gemeinsam mit Abraham aus der Bibel und seinem spannenden Leben zu beschäftigen. Angeleitet wurden die Kinder dabei von acht „Teamern“. Quelle: Tom Schröter
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Wolgast

Hat unser Leben heute etwas mit dem des Abrahams aus der Bibel zu tun? Gibt es Parallelen und kann es hilfreich sein, sich mit der Lebensgeschichte des alttestamentlichen Stammvaters Israels zu befassen – insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen? Die Teilnehmer der Kinderkirchentage in der Wolgaster St.-Jürgen-Kapelle nutzten jedenfalls drei Tage ihrer Winterferien, um sich an Abrahams Geschichte heranzutasten, in der Glaube, Zweifel und Versprechen eine wichtige Rolle spielen.

Von Dienstag bis Donnerstag versammelten sich jeweils rund 25 Mädchen und Jungen in der kleinen Kirche, um gemeinsam zu singen, zu tanzen und zu basteln. „Aus Abrahams Leben und seiner Person sprechen tiefes Gottvertrauen, Lebensmut und Lebensfreude. Dies sind Grunderfahrungen des christlichen Glaubens, die für Kinder gut sind“, erklärt Gemeindepädagogin Anna-Luise Wenzel. In Zeiten, in denen Debatten etwa um den Klimawandel oft mit Panik und Hysterie einhergingen, sei es wichtig, zu wissen, es gebe „da noch jemanden, der seine Hand über mich hält. Und dem darf ich mich anvertrauen.“

Basteln, singen, tanzen: Für die Gäste in St. Jürgen gab es vielfältige Möglichkeiten, über Abraham und sein tiefes Gottvertrauen nachzudenken. Quelle: Tom Schröter

Acht jugendliche Betreuer, sogenannte „Teamer“, und drei Erwachsene umsorgten die sechs- bis zwölfjährigen Kinder, die aus Wolgast und von der Insel Usedom kamen. Episoden aus Abrahams Werdegang wurden nachgespielt und zum Beispiel wurde auf seinen sehnlichen Wunsch nach Nachkommenschaft eingegangen, der lange Zeit unerfüllt blieb, dann aber doch noch wundervoll erhört wurde. „So wie Abraham, dürft auch ihr mit eurem Lob, aber auch mit euren Zweifeln und Sorgen zu Gott kommen. Er ist wie ein guter Freund“, betonte Anna-Luise Wenzel, die hofft, dass der Zuspruch im Alltag der jungen Generation Früchte trägt.

Segenswünsche wurden weitergesagt und auf verzierte Papierherzen geklebt, die jeder mit nach Hause nehmen konnte. Auch mit Perlen dekorierte Sterne wurden ausgeschnitten und zum Himmel formiert – wie in Abrahams Prophezeiungen. Es entstanden Bilder aus verschiedenfarbigem Sand, Papierperlen und gemalte Kopfbedeckungen, um Bezüge zum Nomadenleben in der Wüste herzustellen. Zum Mittagessen gingen alle ins nahe Altenhilfezentrum an der Baustraße.

Gestalteten gemeinsam mit Perlen und Segenssprüchen verzierte Herzen und Sterne: Aimee (l.), Ella und Patricia Scheel (r.), die als Betreuerin fungierte. Quelle: Tom Schröter

Zu den „Teamern“, die die Kinder gruppenweise betreuten, gehörte Wilhelm Ahrens. Der 13-Jährige durchläuft in Sassen an mehreren Wochenenden eine Ausbildung, die ihn und weitere Mitstreiter befähigt, inhaltlich mit Kindern zu arbeiten und sie anzuleiten. „Mir macht es Spaß, in der Gruppe zu arbeiten“, erklärt der Wolgaster, der sich gern daran erinnert, als er selbst als Ferienkind von den Kirchentagen in St. Jürgen profitiert hat. Auch Patricia Scheel (15) gehört gerne zum Leitungsteam. „Arbeiten mit Kindern ist schön. Ich habe auch schon meinen ersten Praxiseinsatz bei einer Konfirmanden-Freizeit in Sassen absolviert“, so die junge Wolgasterin.

Die Gemeindepädagogin ist froh, engagierte junge Helfer an ihrer Seite zu wissen. „Sie sind inzwischen sehr kompetent und bei solchen Veranstaltungen eine große Stütze“, sagt sie. Dass sie einen Teil ihrer Ferien für die Kinderkirchentage nutzt, ist für Patricia Scheel kein Problem: „Man kann sich ja mal für etwas Gutes einsetzen.“

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Von Tom Schröter

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