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Usedom Stelzen fürs Café, wenn die Flut kommt ...
Vorpommern Usedom Stelzen fürs Café, wenn die Flut kommt ...
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17:50 30.12.2018
Das Café "Alte Wetterwarte" möchte eine fünf Quadratmeter große Küche anbauen und soll deshalb eine Studie zur Wasserstandsentwicklung für die nächsten 100 Jahre vorlegen. Quelle: Cornelia Meerkatz
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Mit dieser Forderung schafft es die Umweltbehörde des Landkreises Vorpommern-Greifswald ganz bestimmt in die (Negativ)-Schlagzeilen des Jahres: Weil ein kleines Café in Strandnähe aus allen Nähten platzt und die drei Quadratmeter große Küche dem Gästeansturm definitiv nicht mehr gewachsen ist, wollen die Betreiber eine neue kleine Küche anbauen. Die Betonung liegt mit fünf Quadratmetern auf klein, denn der besondere Charme des winzigen Cafés soll erhalten bleiben. Zwar hat die Baubehörde den Plänen zugestimmt, doch die Rechnung ohne das Umweltamt gemacht. Das widerrief die Genehmigung – und verlangt stattdessen eine wissenschaftliche Studie. Darin sollen die anbauwilligen Cafébetreiber nachweisen, dass ihre Mini-Gastronomie in 100 ! Jahren noch nicht von der Flut hinweggespült ist. Gefragt ist also die Wasserstandsvorhersage für die nächsten 100 Jahre.

Nun bieten wissenschaftliche Institute im Internet solche oder ähnliche Vorhersagen sogar an, auf dass voraussichtlich Betroffene rechtzeitig reagieren können. Doch das lässt der Landkreis Vorpommern-Greifswald nicht gelten: In den Amtsstuben besteht man darauf, dass die Studie von den Bauwilligen persönlich in Auftrag gegeben und bezahlt wird. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wo es Umweltbehörden noch nicht mal gelingt, vorherzusagen, ob das kommende Jahr eine Sturmflut bringen wird oder nicht.

Die Caféinhaber glaubten daher an ein Versehen, einen Scherz oder was auch immer, jedenfalls konnten das die Behördenmitarbeiter unmöglich ernst gemeint haben. haben sie aber, denn laut Umweltamt gelten für einen Anbau in Dünen- und Strandnähe – und sei er noch so klein – strenge Regeln. Der Wasserspiegel der Ostsee steige Jahr für Jahr ... Die Cafébetreibr wollen deshalb nun Stelzen fürs Häuschen besorgen – und hoffen, dass das dann von Amts wegen als Alternative zählt.

Cornelia Meerkatz

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