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Usedom „Wir sind in Gedanken bei Dir, tapfere Christiane! Dein Till“
Vorpommern Usedom „Wir sind in Gedanken bei Dir, tapfere Christiane! Dein Till“
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00:00 02.08.2018
Mit einem sehr emotionalen Post meldet sich Schauspieler Till Demtroeder im sozialen Netzwerk Facebook zu Wort. SCREENSHOT: OZ
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Zinnowitz/Wolgast

Das Schicksal der 15 Jahre alten Christiane Strehl aus Wolgast, die an einem Hirntumor erkrankt ist, beschäftigte in den vergangenen Wochen zahlreiche Leser in den sozialen Netzwerken. Wie die OZ bereits ausführlich berichtete, befindet sich die Jugendliche derzeit in einem Kinderhospiz in Leipzig und wird demnächst ihre letzte Reise antreten.

Große Anteilnahme am Schicksal der 15-Jährigen aus Wolgast

Da die Lebenserwartung der Jugendlichen seit mehreren Monaten immer absehbarer wurde, erfüllten ihr zahlreiche Leser, Unternehmer und Privatpersonen viele Wünsche. Dazu zählte auch der Schauspieler Till Demtroeder, der im Frühjahr und Herbst mit Veranstaltungen wie „Baltic Lights“ und „Usedom Cross Country“ viel Geld für die Welthungerhilfe sammelt. Im Frühjahr durfte Christiane beim „Baltic Lights“ dabei sein und ein Schlittenhundeteam auf die Strecke schicken. Anschließend hatte sie Zeit, um mit den Promis in Kontakt zu treten.

„Ich habe selten ein so tapferes und lebenswilliges Mädchen getroffen wie die 15 jährige Christiane Strehl aus Wolgast“, schrieb Till Demtroeder in der Vorwoche auf seiner Facebook-Seite. „Wie sie sagte, war das einer der schönsten Tage in ihrem Leben. Wir hätten ihr und ihrer Familie, die so sehr für das Leben gekämpft hat, alles Liebe dieser Welt gewünscht. Doch jetzt ist die Krankheit zurückgekehrt“, sagt er. Das ganze Team vom Baltic Lights, sowie Musher, Zuschauer und auch prominente Gäste sind in Gedanken bei Christiane und senden ihrer Familie die herzlichsten Grüße und einen liebevollen Sonnenstrahl. „Wir sind in Gedanken bei Dir, liebe, so tapfere Christiane! Dein Till“, schreibt der in Hamburg lebende Schauspieler.

Nicht nur das Schicksal von Christiane bewegte die Menschen in der Region. Auch die Einstellung eines Innenstadtmanagers für Wolgast rief einige Leser auf den Plan, sich dazu öffentlich bei Facebook zu äußern. So schreibt Inga Skambraks: „Aha. Die Erfolgsquote liegt also in der Konzepterstellung?! Kein Konzept dieser kommunalen Welt schafft es binnen einer befristeten Zeit von zwölf Monaten durch alle Gremien – und selbst wenn: Was ist mit der Umsetzung? Und überhaupt: im Jahr 2018, nach dem der einzige (sichtbare) Anziehungspunkt in Wolgast der Kirchturm ist, sucht man einen Manager, gefördert von Schwerin?!? Teils ist begründet weshalb sich Kommunen, Gemeinden, Regionen den Status „Entwicklung“ – im Übrigen weltweit – gefallen lassen müssen“, schreibt sie.

Unter dem Namen „Nola Blues“ äußert sich ein OZ-Leser so: „Ein Jahr reicht nicht aus! Höchstens um erst einmal die Bestandsanalyse zu erstellen. Eine so tolle alte Stadt möchte bestimmt keine Shopping-Burg mit den „üblichen verdächtigen“ Großkonzernen in Ihrem Herzen stehen haben. Was sagen die Einzelhandelskaufleute vor Ort? Was möchte die Bevölkerung? Wie ist es zu dieser Situation gekommen? Innenstadtmanager klingt erstmal toll. Aber ich glaube, auch in den anderen Bezirken braucht es ein gutes Management. Hier sind eindeutig andere Menschen gefragt! Eine Person soll kommen und innerhalb eines Jahres ein Konzept erstellen – das geht für viele Menschen bestimmt als „Luftschloss“ an der Realität vorbei. Da muss jemand kontinuierlich dabei bleiben und an der Umsetzung arbeiten. Wer soll/will diesen Innenstadtmanager unterstützen? David gegen Goliath? Schwierig“, schreibt sie.

Auch der Oberwiesenthaler Schneezauber, der am vergangenen Wochenende in Zinnowitz über die Bühne ging, kam nicht bei allen Lesern gut an. Bei einigen überwog die Skepsis. So schreibt Heike Reifert:

„So ein Blödsinn. Solche Events sollte man im Winter machen. Derzeit freut sich jeder darüber, dass endlich mal wieder richtiger Sommer ist“, sagt sie.

Ronny Zetpunkt wird da noch etwas drastischer: „Man sollte lieber mal überlegen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen statt sich immer mehr Veranstaltungen für Touristen auszudenken. Denkt auch mal an die Einheimischen. Schließlich gibt es Fachkräftemangel. Und warum? Richtig, weil die Jugend gezwungen ist, die Region zu verlassen. Sie können sich von ihrem Ausbildungsgehalt keine Wohnung mehr leisten“, sagt er.

Am Mittwoch wurde in Zinnowitz ein sechs Jahre altes Urlaubsmädchen vermisst. Nach etwa einer Stunde tauchte sie wieder auf – allerdings an der Rezeption des Campingplatzes in Zempin. Mit sechs Streifenwagen suchte die Polizei nach der Vermissten. Bei Facebook hatten einige Leser kein Verständnis dafür, dass man ein sechs Jahre altes Mädchen alleine auf die Toilette laufen lässt. „Ein Kind kann allein zur Toilette gehen, keine Frage. Aber bei einem Massentourismus wie in Zinnowitz wäre ich als Elternteil mitgegangen. Und wie das Kind dann in Zempin landen kann, ist mehr als unbegreiflich“, schreibt Ina Schudrowitz aus dem Ostseebad.

Hannes Ewert

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