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Usedom Im Setheweg könnten 70 neue Wohnungen entstehen
Vorpommern Usedom Im Setheweg könnten 70 neue Wohnungen entstehen
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19:00 25.09.2019
Im Setheweg in Heringsdorf sollen gegenüber der Mutter-Kind-Klinik 70 neue Wohnungen entstehen, davon 20 als Sozialwohnungen. Quelle: Baukonzept Neubrandenburg /Repro OZ
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Heringsdorf

Für die Gemeinde wäre es ein Riesending und könnte viele Probleme auf einmal lösen – der neue Gesundheits- und Wohnpark im Heringsdorfer Setheweg. Investor Dietmar Enderlein aus Greifswald will dort gegenüber der Mutter-Kind-Klinik in den kommenden Jahren 70 Wohnungen neu errichten und zudem in einem Gesundheitszentrum nicht nur Berufsmöglichkeiten für niedergelassene Ärzte schaffen, sondern auch Außenstellen der Krankenkassen, Beratungsstützpunkte sowie weitere passende Einrichtungen ansiedeln.

In der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend wird darüber entschieden, ob das ambitionierte Vorhaben umgesetzt werden soll. Dietmar Enderlein (76), Chef der Medigreif-Unternehmensgruppe, geht davon aus. Die Forderung nach bezahlbarem Wohnraum für die einheimische Bevölkerung ist ein Dauerthema seit Jahren und wurde auch im Bürgermeister-Wahlkampf im Mai/Juni immer wieder bemüht. Verwiesen wurde auch immer wieder auf die Defizite, die es in der medizinischen Versorgung für Einwohner und Urlauber im Ostseebad gibt.

Umsetzung der Pläne bis 2022

Das Projekt hat ein Volumen von knapp 40 Millionen Euro. Geplant sind drei Haustypen mit zwei bzw. drei Stockwerken und insgesamt 70 Wohnungen. sie teilen sich auf in 15 kleine Single-Wohnungen mit 45 Quadratmetern, 30 Zweiraumwohnungen mit jeweils 60 bis 65 Quadratmetern, 18 Dreiraumwohnungen mit 80 Quadratmetern und fünf Vierraumwohnungen mit je 100 Quadratmeter Wohnfläche. Von den 70 Wohnungen sollen 20 als Sozialwohnungen mit Mietpreisbindung gebaut werden. Zum Wohn- und Gesundheitspark gehöre auch der Bau einer Seniorenresidenz. Die Bewirtschaftung der Wohnungen könnte laut Investor über die Wohnungsgesellschaft des Ostseebades erfolgen.

„Wenn die Gemeindevertretung grünes Licht gibt, könnten die Pläne bis 2022 umgesetzt und eine spürbare Verbesserung der medizinischen und Wohnraumsituation erreicht werden“, versichert Dietmar Enderlein. Nach seinen Worten will er das Gelände am Setheweg attraktiv, ökologisch und nutzerfreundlich entwickeln. Für die erfolgreiche Umsetzung des Projektes will der Investor das Land MV und den Landkreis mit ins Boot holen. Auch mit Heringsdorfs Bürgermeisterin Laura Isabelle Marisken (parteilos) habe er gesprochen. Sie begrüße sein Engagement, denn die Schaffung bezahlbaren Wohnraums und die Absicherung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung und der Urlauber gehörte zu ihren Wahlversprechen.

Land hat Unterstützung zugesichert

Enderlein, dem ein guter Draht in die Landesregierung und zu den Krankenkassen nachgesagt wird, will in Heringsdorf ein einmaliges Pilotprojekt schaffen. Er spricht davon, dass er nicht gewinnorientiert plane und umsetze, sondern EU- und Landesförderungen zum Nutzen der Einwohner und Besucher eingesetzt werden. „In Vorgesprächen haben mir Politiker des Landes und des Kreises, aber auch der Kommune umfangreiche Unterstützung zugesichert“, sagt Enderlein. Gleiches gelte für solche Gremien wie Kranken- und Rentenversicherung, Kassenärztliche Vereinigung MV, Sozialdienste und niedergelassene Ärzte, Apotheker, Pflegedienste und Unternehmen im Umfeld.

„Andere reden, ich will machen“

„Immer wird nur davon gesprochen, dass sich die Bedingungen für die Einwohner von Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin verbessern müssen. Viele junge Familien, die im Tourismus auf der Insel arbeiten, suchen dringend Wohnraum und finden keinen. Ich will nicht nur reden, sondern machen“, so der Medigreif-Chef. Er steht den Gemeindevertretern während der Sitzung am Donnerstag für Nachfragen zum neuen Gesundheits- und Wohnpark zur Verfügung.

Von Cornelia Meerkatz

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