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Usedom Beifall für Mathe-Asse und Runges Machandelboom
Vorpommern Usedom Beifall für Mathe-Asse und Runges Machandelboom
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10:51 30.09.2019
Lukas Schäfer (links) und Till Borkowski kamen bei der 59. Wolgaster Mathematikolympiade auf jeweils 25 Punkte, was beiden einen 1. Preis einbrachte. Quelle: Tom Schröter
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Wolgast

Eines ist gewiss: Wenn die neuen Siebtklässler des Wolgaster Gymnasiums die Ergebnisse ihrer Runge-Projektwoche präsentierten, kommt beim Publikum keine Langeweile auf. So war es auch diesmal wieder. Die etwa 150 Zuschauer, die sich zur Präsentation in der Sporthalle des Schulzentrums eingefunden hatten, erlebten eine unterhaltsame Stunde.

Zunächst gab es Applaus für die Preisträger der 59. Wolgaster Mathematikolympiade. Insgesamt 68 Teilnehmer, darunter 24 Schüler aus den Klassen 5 und 6 der Regionalen Schulen „Heberlein“ und „Kosegarten“, hatten sich am 10. September im Gymnasium an die Lösung der kniffligen Aufgaben gemacht. Die 21 besten Rechner wurden nun ausgezeichnet.

Lukas Schäfer (links) und Till Borkowski kamen bei der 59. Wolgaster Mathematikolympiade auf jeweils 25 Punkte, was beiden einen 1. Preis einbrachte. Quelle: Tom Schröter

Lukas Schäfer (Klasse 12a) und Till Borkowski (12b) räumten mit jeweils 25 Punkten einen 1. Preis ab. 2. Preise gingen an Ole Guckenburg (8c), Vivian Klempau (8a), Lelia Charlotte Burkhardt (7a) und Lennart Brandt (7b). Einen 3. Preis errangen Nele Küster (5c/„Heberlein“), Roza Simonyan (7b), Lilly-Marie Jahnke (6a/„Kosegarten“), Louis Lemke (5b/„Heberlein“), Collien Fehlau (6a/„Heberlein“) und Lena Anna Maria Bade (7b). Weitere neun Schüler erhielten eine Anerkennung.

Dann hatten die Siebtklässler die Bühne für sich. Nachdem das Orchester unter Leitung von Fred Winter einleitende Klänge gespielt und Passagen aus dem Briefwechsel des Romantikers Philipp Otto Runge und seiner Braut Pauline Susanna Bassenge vorgetragen hatten, hieß es im Wolgast-Special: „Wer weiß denn sowas?“. Die Kandidaten erwiesen sich als versierte Runge-Kenner, denn Lebensdaten, biografische Details und Fakten zum vielfältigen künstlerischen Schaffen des berühmtesten Wolgasters kamen wie aus der Pistole geschossen. Genauso eindrucksvoll agierte der Mann im Werbeblock, der ganz locker und leger „Gurken aus Runge-Hausen“ anpries.

Nun wagten sich die jungen Pennäler an Runges Märchen „Von dem Machandelboom“. Die alles andere als zimperliche Handlung mit Hinterlist, Mord und einem Vater, der in Unwissenheit den Kopf seines gemeuchelten Sohnes verspeist, sorgte, recht anschaulich vorgetragen, im Publikum hier und da für erschrockene Mienen, die entlarvten: Längst nicht alle Eltern kennen dieses Märchen, das, genauso wie „Von dem Fischer un syner Fru“, einst die Gebrüder Grimm zum Sammeln und Herausgabe ihrer berühmten Hausmärchen motivierte.

In Anlehnung an den „Wolgaster Kegel“ hatte eine Gruppe der siebten Klassen einen kombinierten Paar- und Kreistanz einstudiert. Quelle: Tom Schröter

Ein besonderer Hingucker war auch der „Wolgaster Kegel“, ein pommerscher Volkstanz, der früher zu allen gesellschaftlichen Ereignissen in der Stadt zelebriert und nun von den Runge-Schülern in etwas abgewandelter, modernisierter Form vorgeführt wurde. Die fünf Paare, die den kombinierten Paar- und Kreistanz zeigten, taten dies völlig ungeniert und sicher und heimsten von daher zu Recht reichlich Beifall ein.

Die Zuschauerbänke in der Turnhalle waren wieder gut gefüllt. Schüler, Lehrer, Eltern und Bekannte wollten den Auftritt der Runge-Gymnasiasten miterleben. Quelle: Tom Schröter

Ausgestellt waren Collagen, in denen sich die Schüler mit Rungen Farbenlehre, seiner Scherenschnittkunst, den von ihm entwickelten französischen Spielkarten und seinen Märchen auseinandersetzten beziehungsweise sich inspirieren ließen, selbst künstlerisch tätig zu werden. In einer Zeitung und in einer Power-Point-Präsentation dokumentierten die Pennäler ihre Projektwoche, die traditionell als Einstieg in die sechsjährige Abiturlaufbahn am Runge-Gymnasium dient.

Von Tom Schröter

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