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Usedom „Die Wiese“: 35 Jahre im Dienst für ihre Kunden
Vorpommern Usedom „Die Wiese“: 35 Jahre im Dienst für ihre Kunden
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13:57 11.07.2019
Die Kosmetik-Handwerksmeisterin Annelie Wiese aus Wolgast feiert demnächst ihr 35-jähriges Geschäftsjubiläum. Quelle: Tom Schröter
Wolgast

Es ist die Mischung aus angenehmer Vertrautheit, Professionalität und Leidenschaft für ihren Beruf, die Annelie Wiese eine Stammkundschaft bescherte, die ihr bis heute die Treue hält. Auch im 35. Jahr ihrer beruflichen Selbstständigkeit ist die Inhaberin von Kosmetik & Shop „Die Wiese“ in der Wolgaster Steinstraße Dienstleisterin mit Leib und Seele.

„Eigentlich wollte ich Dekorateurin werden. Schon als Kind haben mich gut gestaltete Schaufenster begeistert“, erzählt die gebürtige Chemnitzerin/Sachsen, Jahrgang 1952. Doch die Lehrplätze im gewünschten Genre waren in der DDR rar. So ließ sich Annelie Wiese, geb. Richter, in der Medizinischen Akademie „Carl Gustav Carus“ in Dresden zur staatlich anerkannten Kosmetikfacharbeiterin ausbilden, um anschließend ab 1971 im VEB Kombinat Sport- und Erholungsstätten Karl-Marx-Stadt als Kosmetikerin zu arbeiten.

Großfamilie und Beruf unter einen Hut bekommen

1976 folgte der Umzug nach Wolgast, wo die geschickte Handwerkerin in der PGH Friseure und Kosmetik eine Anstellung fand. Sechs Kinder – fünf Jungs und ein Mädchen – schenkte Annelie Wiese das Leben. Trotzdem gelang es ihr, berufliche und private Belange stets unter einen Hut zu bekommen. Zudem wagte sie per 1. September 1984 den Sprung in die Selbstständigkeit, wobei ihr die Kundschaft jetzt gern in ihre private Kosmetikpraxis im Haus im Finkenweg im Tannenkamp folgte.

Noch kurz vor der Wende drückte sie in Rostock die Schulbank und machte 1989 ihren Kosmetik-Handwerksmeister – „eine Berufsgattung, die es im vereinten Deutschland plötzlich nicht mehr gab“, erzählt sie. Das Multitalent ging indes weiter seinen Weg. 1995 wurden in der Steinstraße 3 im Haus von Heidelinde Schmuhl erste eigene Geschäftsräume in der Altstadt angemietet. In der oberen Etage ließen Annelie Wiese und ihre Mitarbeiterin vorrangig Frauen die ganze Bandbreite klassischer Kosmetikbehandlungen zukommen, wie Make-up, Massagen sowie Wachs- und Handbehandlungen. Zudem gab die Meisterin ihr Know-how von 1996 bis 1998 als Ausbilderin im Bereich Erwachsenenbildung im Berufsbildungswerk in Zinnowitz und Anklam weiter.

„Man muss Trends rechtzeitig erkennen.“

Seit 2007, als der Salon schloss, konzentriert sich Annelie Wiese auf ihr bereits fünf Jahre zuvor im Erdgeschoss eröffnetes Ladenlokal „Die Wiese“. Auch hier bietet sie in einem Nebenraum noch immer kleine kosmetische Kurzbehandlungen wie etwa Brauen- und Wimpernfärben an. Das Hauptaugenmerk richtet sich aber auf den Handel mit Geschenke- und Trendartikeln. „Man muss mit der Zeit gehen und Trends rechtzeitig erkennen. Und man muss den Beruf als Verkäuferin lieben“, erklärt die erfahrene Händlerin und zwölffache Großmutter.

In dem Lädchen, das angesichts vieler inzwischen leerstehender Schaufenster in der Innenstadt wie eine eiserne Bastion bis heute fortbesteht, gibt es immer Neues und Interessantes zu entdecken, wonach man anderswo vergeblich sucht. Und die Inhaberin kann ihre Neigung für das schöne Gestalten endlich ausleben: „Meine Geschenke hab’ ich schon als Kind immer sehr ansprechend verpackt“, lacht sie. Nun werden Deko-Artikel, Pflegeprodukte, Seifen, Kleidung und Accessoires mit Folien und bunten Bändern spektakulär eingeschlagen – sehr zur Freude insbesondere des männlichen Publikums.

„Meine Stammkunden sind hauptsächlich die Einheimischen“, sagt Annelie Wiese, die anlässlich ihrer Geschäftseröffnung vor 35 Jahren Anfang September eine Jubiläumswoche plant. Zum 30. November will die 67-Jährige ihren Shop schließen, sucht aber nach einer Nachfolge. „Ich bin immer noch in Verhandlungen und würde gern meine Erfahrungen weitergeben“, sagt sie. „Ich würde einen Nachfolger auch in der Anfangszeit persönlich begleiten.“ Nebenbei bleibe auch dann noch genügend Zeit für die Hobbies, wie Reisen, Lesen und ihren Garten in Karlshagen.

Tom Schröter

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