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Usedom Wolgast: Einblicke ins Umspannwerk
Vorpommern Usedom Wolgast: Einblicke ins Umspannwerk
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10:55 12.05.2019
Über die Wege des Stroms: Umspannwerk-Meister Ottmar Wallauer hatte während der Führung durch das Umspannwerk in Wolgast eine Vielzahl von Informationen parat. Quelle: Stefan Brümmer
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Wolgast

Der Stromnetzanbieter E.dis hat gefeiert. 20 Jahre ist er alt geworden und hat deshalb am Sonnabend seine Anlagen geöffnet. Einer, der die Geschichte der regionalen Stromanbieter hier im Nordosten aus dem Effeff kennt, war auch dabei: Umspannwerk-Meister Ottmar Wallauer. Der Mann ist 63, steht kurz vor der Rente und hat die stürmischen Zeiten der Entwicklung des damaligen Strom- und Netzanbieters miterlebt. Und er war am Samstag auch der Mann, dem alle Interessierten bei der Besichtigung des 110000-Volt-Umspannwerkes in der Robert-Koch-Straße aufmerksam zuhörten. Eines machte er seinen Gästen besonders deutlich: Sicherheit für Mensch und Technik stehen bei der täglichen Arbeit ganz oben an.

Umspannwerk-Meister Wallauer, der 27 Umspannwerke zwischen Rügen, Stralsund und Usedom warten und instand halten lässt, kennt noch aus DDR-Zeiten das Arbeiten im Energiekombinat Rostock oder danach in der Hanseatischen Energieversorgung AG Rostock (HEVAG).

Umspannwerk-Meister Ottmar Wallauer erklärt die Funktionsweise der Warte. Diese wird nicht mehr manuell bedient, sondern von Bentwisch aus fern gesteuert. Quelle: Stefan Brümmer

 

1999 kam dann die entscheidende Wende. Da war aus der Fusion der EMO Neubrandenburg, der HEVAG Rostock, der MEVAG Potsdam und der OSE Fürstenwalde die E.dis AG hervorgegangen. Heute, 20 Jahre später, so berichtete zu Veranstaltungsbeginn Regionalbereichsleiter Holger Iffland nicht ohne Stolz, „ist die E.dis einer der größten Netzbetreiber in Deutschland und bietet über verschiedene Tochterunternehmen umfangreiche Dienstleistungen rund um die Energieversorgung an.“

Investitionen in Zeiten der Energiewende

Waren Strom- und Gasnetze bis in die 1990-er Jahre vor allem für die Versorgung der Haushalte, der Gewerbe- und Industriekunden verantwortlich, so spielen sie heute und in Zukunft eine bedeutende Rolle bei der Verwirklichung der Energiewende. Wie der Regionalleiter ausführte, „gilt es nun zunehmend, große dezentral aus Wind und Sonne erzeugte Strommengen aufzunehmen.“ Um die Netze für diese Strommengen fit zu machen, habe die E.dis in den vergangenen 20 Jahren über 1300 Kilometer Hochspannungsleitungen mit mehr als 5000 Masten – so auch im Wolgaster Bereich – neu gebaut oder ersetzt.

Seit 20 Jahren Ausbildungsbetrieb

Das große Thema der Zukunft bei der E.dis, so führte Iffland weiter aus, sei die Umrüstung auf neue digitale Messsysteme. „Dafür brauchen wir eine gute Mannschaft“, unterstrich der Regionalbereichsleiter. Gut für das Unternehmen hat sich ausgewirkt, dass es in den zurückliegenden 20 Jahren 2615 Elektrofachkräfte selbst ausbildete. Zudem bildet die E.dis seit 2001 in Kooperation mit der Beruflichen Schule Technik Rostock und der dortigen IHK auch geprüfte Industriemeister aus.

Mit ruhiger Hand am "heißen Draht". Nick Domscheidt und Sören Häusler, beide Azubis im zweiten Lehrjahr, luden zu einem Spielchen ein. Quelle: Stefan Brümmer

Dass junge Leute im Bereich der Elektronik ein durchaus interessantes Berufsleben erwartet, bestätigten am Samstag am „Tag der offenen Anlage“ die Azubis Sören Häusler und Nick Domscheidt. Beide sind im zweiten Lehrjahr, kommen aus Loitz und Murchin und glauben, die für sie richtige Tätigkeit gefunden zu haben. „Macht Spaß, das Lehrlingsgeld stimmt auch und die Ausbildungszeit von dreieinhalb Jahren wird nicht langweilig“, sagten Sören und Nick. Kein Wunder also, dass der Netzanbieter E.dis im Wesentlichen den Bedarf an Fachleuten aus eigener Kraft decken kann.

Stefan Brümmer

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