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Usedom Fischsterben: Ermittlungen beendet
Vorpommern Usedom Fischsterben: Ermittlungen beendet
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16:00 20.05.2019
Mitstreiter des Technischen Hilfswerkes beim Einsammeln der Fischkadaver am 31. Januar im Wolgaster Stadthafen.
Mitstreiter des Technischen Hilfswerkes beim Einsammeln der Fischkadaver am 31. Januar im Wolgaster Stadthafen. Quelle: Tilo Wallrodt
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Wolgast

Das wegen des massiven Fischsterbens im Wolgaster Stadthafen vom 31. Januar dieses Jahres gegen die Geschäftsführung der Peene-Werft eingeleitete Ermittlungsverfahren ist nunmehr eingestellt worden. Das teilte Martin Cloppenburg mit, Sprecher der federführenden Staatsanwaltschaft Stralsund.

„Die Vorwürfe richteten sich gegen die Geschäftsleitung der Wolgaster Peene-Werft. Und der Führung der Werft war keine konkrete Pflichtwidrigkeit nachzuweisen“, informierte Cloppenburg auf unsere Anfrage. Eine strafrechtliche Relevanz des Falles gegenüber den Verantwortlichen habe nicht mit der erforderlichen Sicherheit festgestellt werden können. Cloppenburg sprach vielmehr von einer Verkettung unglücklicher Umstände, die zum Sterben der Fische geführt habe.

Im Verlaufe des 31. Januar waren im Hafenbecken Tausende tote, auf dem Wasser treibende Fische bemerkt und daraufhin Wasserschutzpolizei und Umweltbehörden verständigt worden. Bei vielen der Fischkadaver ähnelte sich das Verletzungsmuster, was auf eine mechanische Einwirkung hindeutete.

Schon kurz darauf bestätigte Oliver Grün, Sprecher der Bremer Lürssen-Gruppe, zu welcher die Peene-Werft gehört, von der Wasserschutzpolizei angestellte Vermutungen. „Es sieht momentan so aus, als ob das Fischsterben beim Auspumpen des Docks passiert ist“, räumte Grün seinerzeit gegenüber der OZ ein. Dies habe es „so noch nicht gegeben“.

Einsatzkräfte der Wolgaster Ortsgruppe des Technischen Hilfswerkes bargen im Stadthafen vom Boot aus den Großteil der toten Fische aus dem Wasser. „Insgesamt kamen rund neun Tonnen Fisch zusammen“, bilanzierte THW-Ortsbeauftragter Frank Hasche. Treibeis und einsetzender Frost hatten die Arbeiten, an denen zeitweise bis zu zehn THW-Mitglieder beteiligt waren, erschwert.

Tom Schröter

20.05.2019
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