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Usedom Katzenfreunde sogar via Facebook auf Schmusekurs
Vorpommern Usedom Katzenfreunde sogar via Facebook auf Schmusekurs
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16:42 06.09.2019
Stefanie Dierske (links) aus Wolgast und Michelle Sauck aus Heringsdorf gehören zu den vier starken Frauen, die sich regelmäßig um das Wohl der schnurrigen Bewohner des Katzenschutzhauses in Wolgast kümmern. Quelle: Tom Schröter
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Wolgast

Ruhig und beschaulich geht es zu im Wolgaster Katzenschutzhaus. Am Stadtrand an der Straße Am Strom gelegen, führt die Auffangstation ein eher verborgenes Dasein. Das bedeutet aber nicht, dass der Katzenschutzverein die Öffentlichkeit scheut. Ganz im Gegenteil: Die Facebook-Seite „Verkaufsgruppe für die Schnurrer in Wolgast“, über die vielfältige Flohmarkt-Artikel zu Gunsten des hiesigen Katzenheimes vertrieben werden, hat 1500 Abonnenten, Tendenz steigend.

„Monatlich machen wir mit unserer Seite zwischen 300 und 500 Euro Umsatz, wobei alle Einnahmen dem Verein zugute kommen“, erzählt die Initiatorin der Internet-Aktion und Vorsitzende des Katzenschutzvereins, Michelle Sauck. Geld, das dringend gebraucht wird. Die derzeit 72 Katzen, die in der Auffangstation leben, bedürfen der täglichen Versorgung und Pflege. Neben Michelle Sauck, kümmern sich auch Ilona Singh, Anja Köhler und Stefanie Dierske mit Hingabe und großem persönlichen Einsatz um die Fundtiere, von denen nicht wenige alt und krank sind.

Am 15. September feiert der Katzenschutzverein sein 15-jähriges Bestehen. Von 11 bis 18 Uhr sind Interessierte herzlich eingeladen, das Objekt zu besuchen. Die Gäste dürfen sich auf eine große Tombola, einen Flohmarkt, kulinarische Versorgung, eine Hüpfburg und Kinderschminken freuen und den Treff für Gespräche nutzen. Vielleicht ergeben sich ja weiterführende Kontakte, was die aktuell 17 Vereinsmitglieder begrüßen würden.

An den Außengehegen sind dringend Erhaltungsarbeiten nötig. Vereinsvorsitzende Michelle Sauck (im Bild) und ihre Mitstreiter sind für jede handwerkliche Hilfe dankbar. Quelle: Tom Schröter

„Bei uns gibt es immer etwas zu tun“, berichtet die Hygienebeauftragte Stefanie Drieske. „Es muss regelmäßig sauber gemacht und gefüttert und auch genau geguckt werden, ob es den Tieren gut geht.“ Alle Fundtiere würden grundsätzlich kastriert. Ist eine Katze krank, sei gegebenenfalls ein Tierarzt einzuschalten. Und der Verein vermittelt die Samtpfoten auch gerne weiter. „Allein in diesem Jahr“, so freut sich Michelle Sauck, „haben schon 21 unserer Katzen ein neues Zuhause gefunden.“

Das Katzenschutzhaus und die weitläufigen Außenanlagen, die sich allesamt auf städtischem Grund befinden und mit großem manuellen und finanziellen Aufwand ehrenamtlich hergerichtet wurden, macht einen gepflegten Eindruck. In den Katzenstuben ist es blitzblank sauber; die Bewohner liegen auf Decken, in Höhlen oder Körbchen. Verfüttert wird ausschließlich hochwertige Kost und als Vor- und Nachtisch gibt es Streicheleinheiten. Mehrere Helfer leisten treue Dienste. Trotzdem ist der Verein auf der Suche nach weiteren Unterstützern. Zum Beispiel müssen die Außengehege teilweise erneuert werden und das Dach des Haupthauses braucht eine neue Deckung. Kontakt unter: 01 51/10 46 93 46 oder 01 52/23 24 43 50.

Von Tom Schröter

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